Sara Seligsberger geb. Wolff wurde am 26.06.1885 in Zell am Main geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Sobibor, Zell am Main, Würzburg, Berlin, Utrecht, Lager Westerbork, Gunzenhausen. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Ihre Eltern waren Wolff Lippmann (09.01.1856–24.12.1914) und Wolff Rachel geb. Goldschmidt (22.03.1856–28.10.1937).
Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Seligsberger Sigmund, die Ehe wurde am 1917 in Würzburg geschlossen.
Ihre Kinder waren Seligsberger Ernst Salomon (01.09.1919–30.09.1942) und Seligsberger Leo Elieser (18.12.1920–18.10.1941).
Sie starb am 21.05.1943 in Sobibor.
Weitere Angaben aus den Quellen: Sara (Sarah) Seligsberger wuchs mit fünf Geschwistern in der Kaufmanns- und Fabrikantenfamilie Lippmann und Rachel Wolff in Zell am Main und der benachbarten Stadt Würzburg auf. Von 1912 bis 1916 arbeitete sie, wie fast gleichzeitig ihre Schwester Helene, als Zahnarzthelferin in der Praxis ihres Bruders Josef Wolff in der mittelfränkischen Stadt Gunzenhausen. Auch ihre Eltern zogen 1914 nach Gunzenhausen. Sara war ab 1917 mit Sigmund Seligsberger, Teilhaber der bedeutenden Möbel- und Antiquitätenfirma Seligsberger, in Würzburg verheiratet; Mutter von Ernst und Leo Seligsberger. Sie engagierte sich stark im Leben der Jüd. Gemeinde Würzburg. Mitglied, ab 1923 Leiterin der Zionistischen Ortsgruppe; Vorstandsmitglied im Isr. Frauenverein, (Jüdischer Frauenbund), Isr. Mittelstandshilfe, Jüd. Schulverein. Mitglied im Jüd. Turn- und Sportverein Würzburg. Sara arbeitete im Familiengeschäft Seligsberger mit, das nach dem Ausscheiden von Ernestine Seligsberger (um 1925) und dem frühen Tod von Simon Seligsberger (1931) von ihrem Mann als Inhaber geleitet wurde. Im großen Familienanwesen am Johanniterplatz 2 lebte auch Saras verwitwete Mutter Rachel Wolff. NS-Zeit: Sara Seligsberger war Mitglied im Jüd. Kulturbund Würzburg. Nach wachsendem Verfolgungsdruck auf das Familiengeschäft bis zur Schließung und "Arisierung" 1937 zog das Ehepaar Seligsberger, dessen Kinder seit längerem in Österreich und der Schweiz lebten, im Mai 1938 nach Berlin. [1016] Es lebte dort, der Volkszählung 1939 zufolge, im Stadtteil Wilmersdorf. [1078] Im gleichen Jahr flohen, emigrierten beide in die Niederlande, wo sich schon ihr Sohn Ernst aufhielt; seit Jahrzehnten lebten dort Schwestern von Sigmund Seligsberger. Sara und Sigmund wohnten bei ihrem Sohn in Utrecht. [1026] Sie mussten 1941/42 die Verfolgung und Ermordung ihrer Kinder Leo und Ernst erleiden. Sie selbst wurden im Mai 1943 vom Durchgangslager Westerbork nach Sobibor deportiert und nach der Ankunft ermordet. [1003].