Karl Silberthau wurde am 25.11.1884 in Würzburg geboren und lebte in Würzburg, Nürnberg, Berlin, München.
Seine Eltern waren Silberthau Ernestine Dina geb. Böhm (19.09.1862–27.09.1942) und Silberthau Michael (09.12.1857–06.09.1917).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Silberthau Elsa geb. Marfels, die Ehe wurde am 1910 in Berlin-Steglitz geschlossen.
Sein Kind war Silberthau Kurt (27.04.1911–21.09.2001).
Er starb am 27.01.1948 in München.
Weitere Angaben aus den Quellen: Karl Silberthau wuchs in der Juwelierfamilie Michael und Ernestine Silberthau in Würzburg und Nürnberg auf. Nach seiner Schul- und Berufsausbildung war er bereits ab 1910 in Berlin-Steglitz mit der nichtjüd. Elsa Marfels in Berlin-Steglitz verheiratet; 1911 wurde dort ihr Sohn Kurt geboren. "Carl Silberthau" findet sich später in Berliner Adressbüchern. Er übernahm 1926 den Würzburger Zweig der traditionsreichen Familienfirma "M. Silberthau" (Uhren, Gold- und Silberwaren; Schönbornstraße 1, später Domstraße 11; gegründet 1884, älteste jüd. Firma der Branche in Unterfranken). NS-Zeit: Die zunehmende Diskriminierung erzwang die Umwandlung in ein "Etagengeschäft" (im Wohnhaus Ludwigkai 6). 1936/37 Anzeige durch eine NSDAP-Ortsgruppe wegen einer Werbeschrift (Ankauf von Gold etc.), Überwachung durch die Gestapo-Stelle Würzburg. Nach der erzwungenen Geschäftsaufgabe zogen Karl und Elsa Silberthau im Mai 1937 zu ihrem Sohn nach München, der dort als Geschäftsführer die Niederlassung von "M. Silberthau & Co." führte. Karl Silberthau überlebte den Holocaust und verstarb 1948 mit 63 Jahren in München. [1016].