Adolf Steinam wurde am 02.08.1871 in Würzburg geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Würzburg, Ghetto Theresienstadt. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Steinam Babette geb. Behr, Bela (26.05.1837–13.03.1917) und Steinam Seligmann (04.09.1834–26.02.1912).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Steinam Thekla geb. Stern, die Ehe wurde am 1904 in Würzburg geschlossen.
Er starb am 01.03.1943 in Theresienstadt.
Weitere Angaben aus den Quellen: Adolf Steinam wuchs in der kinderreichen Kaufmannsfamilie Seligmann und Babette Steinam in Würzburg auf. Nach seiner Schul- und Berufsausbildung trat er in das elterliche Herrengarderobegeschäft "Steinam & Cie." ein; Teilhaber mit dem Vater und dem Bruder Bernhard, nach 1912 Inhaber. Er gliederte später eine Stoffhandlung an. 1911 erhielt er das Bürgerrecht der Stadt Würzburg. Ab 1904 war er mit Thekla (Stern) aus Würzburg verheiratet; die Ehe blieb ohne Kinder. 1931 Geschäftsaufgabe, Verkauf seiner Firma. Ehrentitel: 1913 Ernennung zum Hoflieferanten (Königlich-bayerische Hoflieferanten in Würzburg). Ehrenamt: Mitglied der lokalen jüd. Geselligkeitsvereine Club 1912 und Gesellschaft Casino (Casinogesellschaft) sowie im Verschönerungsverein Würzburg. NS-Zeit: Mitglied im Jüd. Kulturbund Würzburg. Ab 1939 Beraubung seines Vermögens. 1941 Vertreibung aus dem Familienanwesen in der Martinstraße 11; ab Oktober 1941 war er mit seiner Frau Thekla im Verwaltungsgebäude des Jüd. Friedhofs an der Faulenbergstraße einquartiert. [1016] Am 23.September 1942 wurden beide mit Adolfs Bruder Isidor nach Theresienstadt deportiert. [1061] Adolf Steinam musste dort nach wenigen Wochen den Lagertod seines Bruders Isidor erleben; er selbst kam im März 1943 ums Leben; [1027] seine Frau wurde 1944 nach Auschwitz deportiert. Gedenken: Der Schriftsteller Curt Riess, sein Neffe, widmete ihm schon 1943 einen Nachruf ("Ein jüdisches Schicksal") in der Emigrantenzeitung Aufbau. [1021] Vor dem Wohnhaus Martinstraße 11 wurden Stolpersteine verlegt.