Seligmann Steinam wurde am 04.09.1834 in Fuchsstadt (Reichenberg) geboren und lebte in Fuchsstadt, Würzburg.
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Steinam Babette geb. Behr, Bela, die Ehe wurde am 1864 in Karlstadt geschlossen.
Seine Kinder waren Steinam Adolf (02.08.1871–01.03.1943), Steinam Isidor (04.10.1868–20.11.1942), Steinam Ferdinand (05.05.1873–17.06.1893), Fürst Klara geb. Steinam (09.01.1864), Steinam Moses (09.05.1865–13.11.1871) und Löwenthal Henriette geb. Steinam (17.03.1867–26.04.1948).
Er starb am 26.02.1912 in Würzburg.
Weitere Angaben aus den Quellen: Seligmann (Seligmann Löb junior) Steinam stammte aus der Gemeinde Fuchsstadt, Kreis Würzburg, Die dortige Jüd. Gemeinde litt unter Abwanderungen und löste sich schon um 1890 auf. [1023] Auch die Brüder (?) Seligmann und Isaak Steinam verließen den Ort und lebten ab den 1860er Jahren in der Stadt Würzburg. Seligmann erhielt hier 1863 eine Trödlerkonzession, 1864 die Ansässigkeit. Ab 1864 war er auch mit Babette Behr aus Urspringen verheiratet, mit der er wohl sieben Kinder hatte. 1876 erhielt er das Bürgerrecht der Stadt Würzburg. Die große Familie wohnte später im eigenen Haus in der Martinstraße 11. Seligmann führte zunächst eine Zweigniederlassung von Artikeln des Schneidergewerbes für einen Münchner Betrieb, dann ein "Kleidermagazin" (Verkaufslager), aus dem sich schließlich das angesehene Herrengarderobe-Geschäft "Steinam & Cie." entwickelte. Er spezialisierte seine Firma auf die Militär- und Beamtenausstattung. Auch nach dem Eintritt seiner Söhne Isidor, Bernhard und Adolf in den 1890er Jahren war er bis ins hohe Alter berufstätig und auf zahlreichen Geschäftsreisen unterwegs. [1016] Seligmann Steinam verstarb 1912 mit 77 Jahren in Würzburg, wenige Monate vor seinem Sohn Bernhard. NS-Zeit: Seine Söhne Isidor und Adolf wurden 1942 von Würzburg nach Theesienstadt deportiert. Anmerkung: Der im Jüd. Friedhof Heidingsfeld erfasste Grabstein von 1882 bezieht sich wohl auf seinen Namensvetter "Seligmann Löb Steinam" (senior).