Moses Strauß (1868 - 1943)

Moses Strauß wurde am 19.01.1868 in Burgsinn geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Burgsinn, Karlstadt, Würzburg, Ghetto Theresienstadt, Rieneck. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Strauß Babette geb. Neugaß (um 1840) und Strauß Samuel (1836–11.01.1870).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Strauß Zipora geb. Kellermann, die Ehe wurde am 1897 geschlossen.

Er war in 2. Ehe verheiratet mit Strauß Klara geb. Schwab.

Er war in 3. Ehe verheiratet mit Strauß Berta Babette geb. Silbermann.

Seine Kinder waren Strauss Samuel (10.04.1898–09.05.1950), Bamberger Meta geb. Strauß (11.02.1909–1944/1945) und Strauss Josef Leopold (25.11.1899–1942-1945).

Er starb am 09.01.1943 in Theresienstadt.

Weitere Angaben aus den Quellen: Moses Strauß wuchs in der Viehhändlerfamilie Samuel und Babette Strauß in Rieneck, Kreis Main-Spessart, auf. Nach seiner Volksschulzeit arbeitete er im Textilwarengeschäft seiner früh verwitweten Mutter mit, das er 1897 übernahm. Ehemann von Zipora Kellermann, dann Klara Schwab, schließlich Berta Silbermann; Vater von fünf Kindern, darunter Meta Bamberger, Josef und Samuel Strauß in Würzburg 1920 verlegte er das Geschäft in die Kreisstadt Karlstadt. 1930 folgte die Übergabe an seine Söhne Josef und Samuel, die es dann in Würzburg weiterführten unter dem Firmennamen "M. Strauß & Söhne". NS-Zeit: Moses Strauß arbeitete dann anscheinend als Viehhändler in Karlstadt. Als Kassier der Kultusgemeinde Karlstadt gehörte er zu derem Führungsgremium. Im Novemberpogrom 1938 wurde er mit anderen jüd. Männern festgenommen; nach einer Woche Haft (wohl im Gefängnis Karlstadt) entlassen. Er benachrichtigte die Israelitische Kultusgemeinde Würzburg über die Beschlagnahmungen (Diebstähle) bei der IKG Karlstadt; es folgten Gestapo-Ermittlungen, die aber eingestellt wurden. Moses Strauß zog im März 1939 mit seiner Frau Berta nach Würzburg zu; ab November 1939 waren sie in den Heimen Konradstraße 3 und Dürerstraße 20 der Isr. Kranken- und Pfründnerhausstiftung untergebracht. Am 23.September 1942 (nach einem "Heimeinkaufsvertrag" über 11.800 RM) wurde das Ehepaar nach Theresienstadt deportiert. [1016][1061] Moses Strauß kam im Januar 1943 im Lager ums Leben, [1027] einige Monate vor seiner Frau. Auch seine Kinder Meta und Josef wurden im Holocaust ermordet.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.