Salomon Sturm (1880 - 1942)

Salomon Sturm wurde am 21.12.1880 in Burghaslach geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Burghaslach, Würzburg, Riga-Jungfernhof, Lager Riga-Salaspils. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Sturm Isaak (23.09.1847–26.02.1921) und Sturm Ricka geb. Uffenheimer (um 1850).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Sturm Ricka geb. Rosenblatt, die Ehe wurde am 1921 geschlossen.

Seine Kinder waren Sturm Herbert (07.02.1924–26.03.1982) und Sturm Justin (30.11.1922–nach Juli 1944).

Er starb am 21.06.1942 in Salaspils.

Weitere Angaben aus den Quellen: Der Landwirt und Viehhändler Salomon Sturm wurde 1880 im mittelfränkischen Burghaslach in der Händlerfamilie Isaak und link(Ricka Sturm (Uffenheimer)#31794) geboren. Bruder von Ella Münster und Luise Schwerin in Würzburg . Zwischen 1915 und 1918 war Salomon Kriegsteilnehmer und wurde schwer verwundet. Nach dem Krieg übernahm er wahrscheinlich den elterlichen Betrieb in Burghaslach. 1921 heiratete er die ebenfalls aus Burghaslach stammende Ricka Rosenblatt, mit der er 1922 und 1924 die beiden Söhne Justin und Herbert bekam. NS-Zeit: Nach den schweren Ausschreitungen beim Novemberpogrom 1938 wurde er aus Burghaslach vertrieben. [1023] Anfang Dezember zog er mit seiner Familie nach Würzburg. Salomon und seine Familie wohnten zunächst kurzzeitig in der Friedenstraße 19 [1078], bevor sie zu seiner Schwester Ella Münster und deren Mann Siegfried in die Sartoriusstraße 4 zogen. Salomon wollte eigentlich weiter nach München, Frankfurt am Main oder Nürnberg ziehen, was aber nicht genehmigt wurde. Auch seine Emigrationsbemühungen (Venezuela, November 1939) scheiterten. Ab 1939 musste er Zwangsarbeit bei einer Baufirma und beim Städtischen Tiefbauamt Würzburg leisten. [1016] Am 27. November 1941 wurde Salomon mit seiner Familie nach Riga-Jungfernhof deportiert. [1057] Salomon Sturm musste wohl im März 1942 die Ermordung seiner Frau Ricka erleiden; er selbst wurde im Juni 1942 im Lager Riga-Salaspils ermordet. Von seiner Familie überlebte nur der Sohn Herbert, der 1945 nach Würzburg zurückkehrte. [1003].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.