Julius Süßer wurde am 29.02.1888 in Würzburg geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Würzburg, KZ Auschwitz, Ghetto Theresienstadt, Frankfurt am Main, Burgkunstadt, KZ Buchenwald, München. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Süßer Ida geb. Weiermann (27.03.1860–19.03.1943) und Süßer Sigmund geb. Samuel (07.12.1856–um 1934).
Er starb am 00.10.1944 in KZ Auschwitz.
Weitere Angaben aus den Quellen: Julius Süßer wuchs mit seiner Schwester link(Nelly (Masser)#27022) in der Kaufmannsfamilie Sigmund und link(Ida Süßer (Weiermann)#31820) in Würzburg auf. Nach je vier Klassen Volks- und Realschule machte er eine Lehre in der Firma "Fränkel & Süßer" in Frankfurt am Main. Er arbeitete dann in einer Schuhfabrik in Burgkunstadt bei Verwandten seiner Mutter; unterbrochen von zwei Jahren Militärdienst in Metz. I. Weltkrieg: Ab August 1914 Kriegsteilnehmer; verwundet, Eisernes Kreuz II und andere Auszeichnungen. Julius Süßer gründete nach Kriegsende eine Schuhwarengroßhandlung mit Gummiwarenvertrieb in Würzburg. Er war Mitglied in einer liberalen Partei, später unterstützte er die Deutsche Demokratischen Partei. Um 1930 gab er sein Geschäft auf und war dann als Versicherungs- und Immobilienagent tätig. NS-Zeit: Mitglied im Kulturbund Deutscher Juden Würzburg. Julius wurde im Novemberpogrom 1938 festgenommen; am 6.Dezember aus dem KZ Buchenwald entlassen. Ab 1939 musste er Zwangsarbeit in Würzburg leisten. Im August/September 1939 Teilnehmer eines Beiz- und Polierkurses in den Jüd. Anlernwerkstätten München (?). Ab November 1941 war er als Hausmeister im Jüd. Altersheim Dürerstraße 20 in Würzburg verpflichtet. Der 54jährige Julius Süßer wurde am 23.September 1942 mit seiner Mutter Ida nach Theresienstadt deportiert; im Oktober 1944 erfolgte sein Transport nach Auschwitz. [1003] Seine Schwester Nelly war schon Ende 1941 von München deportiert worden.