Jakob Weglein wurde am 24.12.1895 in Geldersheim geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Geldersheim, Bamberg, Würzburg, Riga-Jungfernhof, KZ Stutthof, KZ Buchenwald, Lager Tröglitz, Kriegsschauplatz. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Weglein Gustav (23.10.1866–20.02.1943) und Weglein Regina geb. Gerst (04.12.1868–20.01.1943).
Er starb am 30.11.1944 in Tröglitz.
Weitere Angaben aus den Quellen: Jakob Weglein wurde 1895 als Sohn des Metzgers Gustav Weglein und seiner Frau link(Regina (Gerst)#32326) in Geldersheim bei Schweinfurt geboren. Er wuchs dort mit seinen Geschwistern Selma und Irma auf, besuchte die Volksschule und danach sechs Jahre lang eine Realschule in Bamberg. Nach seinem Abschluss machte er ab 1912 eine Lehre im Würzburger Bankhaus "Weglein & Lehmann". Von 1915 bis 1918 war er Kriegsteilnehmer an der Westfront; Feldwebel, 1918 schwer verwundet, Eisernes Kreuz II und andere Auszeichnungen. Nach dem Krieg kehrte er als Angestellter in die Bank zurück. Später erhielt er die Gesamt-Prokura und war besonders für den Effektenhandel zuständig. Jakob Weglein war Mitglied im Reichsbund jüdischer Frontsoldaten, in der Gesellschaft Casino (Casinogesellschaft) und im Jüd. Turn- und Sportverein Würzburg. NS-Zeit: Jakob war Mitglied im Kulturbund Deutscher Juden Würzburg. Nach der Schließung der Bank 1936 arbeitete er als Auswanderungsagent für ein französisches Verkehrsbüro und war Vertreter für Banken und Reisebüros. Wegen angeblicher Beschaffung von Bürgschaften gegen Geld war er im April/Mai 1938 inhaftiert. Im Juli 1939 bemühte er sich ohne Erfolg um die Emigration in die USA (Cleveland). Wahrscheinlich von Oktober 1940 bis Februar 1941 war er Teilnehmer eines Umschulungskurses für Lederarbeiten in einer jüd. Einrichtung in Frankfurt am Main. Im Juli 1941 erhielt er, wie auch seine Schwester Selma, die Zulassung als Hausfriseur für Juden. [1016] Zuletzt lebte er in der Kapuzinerstraße 21, [1057] wohin er von der Eichhornstraße 26 umziehen [1078] musste. Am 27. November 1941 wurde er mit Selma und ihrem Mann Josef Schwarz nach Riga-Jungfernhof, deportiert. Im Transport waren auch Jakobs Schwester Irma und seine Nichte Dorothea. Jakob Weglein selbst wurde später weiter ins KZ Stutthof, schließlich im August 1944 ins KZ Buchenwald deportiert. Er kam im November 1944 in Tröglitz, einem Außenlager von Buchenwald, ums Leben. [1003] Vielleicht hatte Jakob einen Bruder (Leo), dessen Tochter Inge Blüh Gedenkblätter ihrer Angehörigen für die Gedenkstätte Yad Vashem anlegte. [1005].