Lisl (Luise Viktoria) Weinberg geb. Halberstadt wurde am 11.05.1915 in Wien geboren und lebte in Wien, Würzburg, Nürnberg, Pforzheim, Hannover, Niederlande, Lager Westerbork, KZ Bergen-Belsen, USA, Cincinnati.
Ihre Eltern waren Halberstadt Hans (09.11.1886) und Halberstadt Rosa (02.05.1891–22.10.1970).
Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Weinberg Werner, die Ehe wurde am 1938 in Hannover geschlossen.
Ihre Kinder waren Weinberg Susanne (06.07.1941) und Weinberg Hanna (13.05.1940–08.11.1942).
Sie starb am 23.03.1993 in Cincinnati.
Die Grabstätte befindet sich im "Cincinnati, OH - Clifton United Jewish Cemetery".
Weitere Angaben aus den Quellen: Lisl (Louise, Luise) Weinberg wurde 1915 in der Kaufmannsfamilie Hans und Rosa Halberstadt in Wien geboren. Sie studierte nach ihrem Abitur an einem Realgymnasium in Nürnberg von 1934 bis zu ihrem Examen 1936 (verkürzter Übergangskurs) an der Isr. Lehrerbildungsanstalt Würzburg und unterrichtete dann an jüd. Schulen in Pforzheim und Hannover. Lisl Weinberg emigrierte im März 1939 mit ihrem Mann Werner in die Niederlande (Deventer, Apeldoorn, Amsterdam). Sie arbeitete mit ihm als Lehrerin in einem Hachscharah-Programm. Im September 1943 wurden beide festgenommen; sie wurden über Westerbork ins KZ Bergen-Belsen deportiert (Januar 1944). Am 23.April 1945 wurden sie auf einem Vernichtungstransport nach Osten von den Sowjets befreit. Nach zweimonatiger Quarantäne wegen der Flecktyphusgefahr folgte die langwierige Rückreise nach Holland; dort wurde sie als Deutsche vorübergehend wieder verhaftet und vom Ehemann getrennt. Wieder vereint mit ihm und der Tochter, die im Untergrund versteckt überlebt hatte, wanderte die Familie im April 1948 in die USA aus. Fortbildungskurse in Englisch; bis 1960 Lehrerin an jüd. Nachmittagsschulen (keine US-Diplome). Später wissenschaftliche Miarbeiterin des Ehemannes. Langjähriges Mitglied, Vorstandsfunktionen in der zionistisch)n Frauenorganisation Hadassah. [1016] Lisl Weinberg verstarb 1993 mit 77 Jahren in Cincinnati.