Fred (Alfred) David Zeilberger (1929 - 2025)

Fred (Alfred) David Zeilberger wurde am 16.12.1929 in Würzburg geboren und lebte in Würzburg, Riga-Jungfernhof, KZ Stutthof, New York.

Seine Eltern waren Zeilberger Justin (Denny J.) (17.07.1896–1945) und Zeilberger Lilly (Lea) geb. Keller (27.02.1902–01.10.1944).

Er starb am 14.12.2025 in New York.

Weitere Angaben aus den Quellen: Alfred David Zeilberger wurde 1929 als Sohn des Schneidermeisters Justin Zeilberger und seiner Frau Lilly, geb. Keller, in Würzburg geboren, wo er mit seiner zwei Jahre älteren Schwester Ilse aufwuchs. Über seine Kindheit ist nicht allzu viel bekannt, doch wie viele jüdische Familien litt auch seine Familie unter der Schikane des NS-Regimes. Freds Vater, der als Herrenschneider einen eigenen Betrieb führte, musste diesen im Dezember 1938 schließen. Auch musste die Familie aus ihrer langjährigen Wohnung in der Sterngasse ausziehen und in das Haus Domerschulstraße 25 ziehen, wo sie zuletzt lebten und das man aus Furcht vor Anpöbelungen kaum verließ. Bis 1941 besuchte Fred die jüdische Volksschule. Am 27. November 1941 wurde er zusammen mit seinen Eltern und der Schwester über Nürnberg nach Riga deportiert, zum etwas außerhalb gelegenen Außenlager Riga-Jungfernhof. Dort erlebte er die Erschießungen mit und mußte bei der Beseitigung der Leichen helfen. Nach der Umwandlung des Lagers in ein landwirtschaftliches Vorzeigegut arbeitete er mit dem gleichaltrigen Freund Herbert Mai als Schaf- und Kuhhirte. Von lettischen Bauern wurde er mit Lebensmitteln unterstützt. Nach der Schließung des Guts kam er in das Ghetto Riga und musste Zwangsarbeit im Hafen leisten, wo er bei der Be- und Entladen von Schiffen mitarbeitete. Im September 1944 wurde Fred mit seiner Familie wegen der Frontlage Rigas per Schiff nach Danzig ins KZ Stutthof transportiert, wo sie auseinandergerissen wurden. Seine Mutter wurde in Stutthof am 01. Oktober 1944 ermordet, wie wohl auch seine Schwester. Anfang 1945, vor Ankunft der Russen, wurde Fred mit seinem Vater und anderen Häftlingen des Konzentrationslagers weiter in Richtung Westen getrieben. Wenig später wurde er mit seinem Vater befreit, der den Todesmarsch aber nur um eine Woche überlebte. Fred selbst schlug sich mit einigen dt.-jüd. Überlebenden über Danzig, Landsberg, Berlin zu den Heimatorten durch und lebte danach einige Zeit in Laudenbach/Ufr. bei Siegfried Adler, dann in Würzburg. Um 1946 emigrierte er über ein Hilfsprogramm für jüdische Waisenkinder nach New York, nachdem er von Verwandten in den USA erfahren hatte. Dort besuchte er weiter die Schule, was er allerdings aus finanziellen Gründen später wieder aufgeben musste. Danach machte er eine Berufsausbildung zum Metzger und machte sich im Großhandel selbstständig. Er war desweiteren Mitglied der Society of the Survivors of the Riga Ghetto. 1956 heiratete er die aus Reichelsheim im Odenwald stammende Elaine Goldschmidt und bekam mit ihr drei Kinder. [1016][1057].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.