Lilly (Lea) Zeilberger geb. Keller wurde am 27.02.1902 in Heßdorf geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Heßdorf, Heinsberg, Würzburg, Riga-Jungfernhof, KZ Stutthof. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Ihre Eltern waren Keller David (um 1870–vor 1921) und Mimetz, verw. Keller Lina geb. Nussbaum (31.07.1871–00.05.1944).
Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Zeilberger Justin (Denny J.), die Ehe wurde am 1925 geschlossen.
Ihre Kinder waren Zeilberger Fred (Alfred) David (16.12.1929–14.12.2025) und Zeilberger Ilse (29.08.1927–Okt. 1944).
Sie starb am 01.10.1944 in Stutthof.
Weitere Angaben aus den Quellen: Lilly (Lea) Zeilberger wurde 1902 als Tochter des Metzgers David Keller / Kelter und seiner Frau Lina, geb. Nußbaum, im unterfränkischen Heßdorf geboren. Sie hatte noch eine sieben Jahre jüngere Schwester, Sofie(geb. 1909, Heinsberg), die später, im Januar 1937, in die USA emigrierte. 1925 heiratete Lilly den aus Ermershausen stammenden Justin Zeilberger, mit dem sie die beiden Kinder Ilse und Alfred bekam. Nach dem Tod ihres Vaters heiratete Lillys Mutter Alexander Mimetz den Mann von Lillys 1919 verstorbener Tante Gitta und zog nach Würzburg, wo Lilly mit ihrer Familie lebte. Wie viele jüdische Bürger litt auch die Familie Zeilberger unter Schikanen des NS-Regimes und ihre wirtschaftliche Situation verschlechterte sich zusehends. So musste ihr Mann im Dezember 1938 sein Geschäft schließen und auch seine Emgrationsbemühungen im Mai 1939 scheiterten. Lilly selbst wurde im Januar 1939 wegen des Verkaufs von Stoffen durch den ehemaligen Gehilfen von der Gestapo vernommen und daraufhin verwarnt. Die Familie musste außerdem ihre langjährige Wohnung in der Sterngasse 6 verlassen und in die beengten Räumlichkeiten in der Domerschulstraße 25 ziehen. [1016][1003][1057][1078] Am 27. November 1941 wurde Lilly Zeilberger mit ihrer Familie nach Riga in das Außenlager Riga-Jungfernhof deportiert. Am 01. Oktober 1944 wurden sie weiter ins Konzentrationslager Stutthof deportiert, wo Lilly noch am selben Tag, wie wahrscheinlich auch ihre Tochter, ermordet wurde. Ihr Ehemann wurde mit dem Sohn Alfred und den anderen Häftlingen des Konzentrationslagers Stutthof vor der Ankunft der russischen Soldaten auf einen Todesmarsch Richtung Westen getrieben. Er wurde zwar befreit, starb aber dennoch Anfang 1945. Nur Alfred überlebte und emigrierte 1946 zu Verwandten in die USA. [1016][1003].