Lina Mimetz, verw. Keller geb. Nussbaum (1871 - 1944)

Lina Mimetz, verw. Keller geb. Nussbaum wurde am 31.07.1871 in Heßdorf geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Heßdorf, Würzburg, Heinsberg, Ghetto Theresienstadt, KZ Auschwitz. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Ihre Eltern waren Nußbaum Josef (um 1835–07.03.1918) und Nußbaum Karoline geb. Heinemann (13.03.1837–12.08.1923).

Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Keller David.

Sie war in 2. Ehe verheiratet mit Mimetz Alexander, die Ehe wurde am 1921 in Würzburg geschlossen.

Ihr Kind war Zeilberger Lilly (Lea) geb. Keller (27.02.1902–01.10.1944).

Sie starb am 00.05.1944 in KZ Auschwitz.

Weitere Angaben aus den Quellen: Lina Mimetz, verwitwete Keller, wuchs als wohl viertes von sieben Kindern in der Viehhändlerfamilie Josef und Karoline Nußbaum in der unterfränkischen Gemeinde Hessdorf, Landkreis Main-Spessart, auf. Sie heiratete vor/um 1900 den Metzger David Keller aus Neuenheim/Taunus. Die junge Familie mit der Tochter Lilly Zeilberger lebte in Heßdorf. Nach dem Tod ihres Ehemannes führte Lina den Haushalt ihrer Brüder Samuel und Nathan Nußbaum in der Domstraße 68 1/2 in Würzburg, wo ab 1914 auch ihre Eltern wohnten. Ab 1921 war sie in zweiter Ehe in der Kreisstadt Heinsberg, Nordrhein-Westfalen, mit ihrem verwitweten Schwager Alexander Mimetz verheiratet. Nach dessen Pensionierung (um 1929?) kehrte sie mit ihm und der Stieftochter Sophie zu ihren Angehörigen nach Würzburg zurück. Sophie emigrierte im Januar 1937 in die USA. Ab September 1941 verwitwet, musste Lina Mimetz bald darauf die Deportation ihrer Tochter Lilly und deren Familie nach Riga erleben. Am 23.September 1942 wurde sie selbst mit ihrem Bruder Samuel ins Theresienstadt deportiert; von dort wurde Lina Mimetz am 18.Mai 1944 ins Vernichtungslager Auschwitz verschleppt. Ihr überlebender Enkel Fred Zeilberger widmete ihr eine wikien(Page of Testimony) für die Gedenkstätte Yad Vashem. [1016][1003][1005][1025][1078].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.