Rosa Löwenthal geb. Baumann (1902 - 1942)

Rosa Löwenthal geb. Baumann wurde am 10.04.1902 in Mittelsinn geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Mittelsinn, Würzburg, Krasniczyn, Raum Lublin, Aschaffenburg. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Ihre Eltern waren Baumann Jakob (25.01.1873–03.06.1943) und Baumann Amalie geb. Levi (24.09.1874–22.11.1940).

Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Löwenthal Julius, die Ehe wurde am 29.10.1925 in Mittelsinn geschlossen.

Ihre Kinder waren Löwenthal Walter (02.10.1926–1942) und Löwenthal Benno (21.08.1927–1942).

Sie starb am 1942 in Raum Lublin.

Weitere Angaben aus den Quellen: Rosa Baumann wurde am 10. April 1902 in der unterfränkischen Gemeinde Mittelsinn geboren. Sie wuchs als eines von vier Kindern des Schuhmachermeisters Jakob Baumann und seiner Ehefrau Amalie, geborene Levi, auf. Im Herbst 1925 heiratete sie den Metzger Julius Löwenthal aus Hösbach. Ihr ältester Bruder Benno heiratete zur gleichen Zeit Berta Löwenthal, eine Schwester ihres Mannes. Nach ihrer Hochzeit zogen Julius und Rosa nach Aschaffenburg in die Badergasse 9. Im Oktober 1926 kamen ihr Sohn Walter und zehn Monate später ihr Sohn Benno zur Welt.. Einen Tag nach dem Novemberpogrom, am 12. Nov.1938, nahmen sie Rosas Eltern Jakob und Amalie, die aus Mittelsinn geflohen waren, in ihre Wohnung in der Badergasse 9 auf. Rosas Mutter starb zwei Jahre später im städtischen Krankenhaus. Rosa wurde zusammen mit ihrem Ehemann und ihren zwei Söhnen Walter (16 Jahre) und Benno (15 Jahre) im April 1942 über Würzburg nach Krasniczyn deportiert. Ihr Vater Jakob blieb zunächst alleine zurück, bevor er ca. ein halbes Jahr später ins Ghetto Theresienstadt deportiert wurde. Er kam dort zu Tode. Rosas Schwägerin Bella mit ihrem achtjährigen Sohn Gustav sowie ihre Schwägerin Berta und den Kindern Werner (16 Jahre) und Inge (12 Jahre) wurden mit dem gleichen Deportationszug verschleppt (NS-Jargon: `evakuiert`). Sie wurden im Raum Lublin ermordet. Niemand aus diesem Zug überlebte. Rosa war gerade 40 Jahre alt. In der Zeit des nationalsozialistischen Terrors gelang nur Rosas Geschwistern Benno (geb. 18.2.1899), Recha (geb. 10.11.1907) und Ludwig (geb. 29.11.1918) die Emigration in die USA (New York).

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.