Siegmund, Sigmund, Sigmund Löwenthal wurde am 22.08.1906 in Hösbach geboren und lebte in Hösbach, Aschaffenburg, Detroit, Luxemburg, Mannheim.
Seine Eltern waren Löwenthal Ferdinand (15.11.1866–26.02.1943) und Löwenthal Berta geb. Fleischmann (23.03.1870–31.12.1942).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Löwenthal Sitti (Sidy) geb. Meier, die Ehe wurde am 29.04.1933 in Kirch-Göns geschlossen.
Sein Kind war Löwenthal Marion (31.05.1937).
Weitere Angaben aus den Quellen: Sigmund Löwenthal wurde am 22.8.1906 als jüngster Sohn der Eheleute Ferdinand Löwenthal und Berta, geborene Fleischmann, geboren. Er war verheiratet mit Sitti Löwenthal, geborene Meier. Im Mai 1938 hatten sich beide wegen Verstoßes gegen die Nationalsozialistischen Rassegesetze vor dem Landgericht Aschaffenburg zu verantworten. Sie hatten es zugelassen, dass zwei „arische“ Mädchen aus der Nachbarschaft ihre Tochter Marion regelmäßig mit dem Kinderwagen spazieren gefahren und kleinere Dienste für die jüdische Familie erledigt hatten. Ihrem Anwalt gelang es, in Revision zu gehen, weil der Ariernachweis der beiden Mädchen nicht erfolgt war [1156]. Am 21.10.1938 zogen Sigmund und Sitti mit ihrer Tochter Marion nach Aschaffenburg [1156]. Nach der Pogromnacht war Sigmund in Aschaffenburg verhaftet worden und sollte in ein KZ verbracht werden. Da aber die Revisionsverhandlung am 1.12.1938 stattfinden sollte, wurde er von Würzburg, wohin er bereits mit einem Sammeltransport gelangt war, nach Aschaffenburg zurückgeschickt. In dieser Verhandlung wurden Sigmund und Sitti zu einer 5-wöchigen Gefängnisstrafe und zu den Kosten des Verfahrens verurteilt [1156]. Gut einen Monat nach Ablauf der Gefängnisstrafe, die sie unmittelbar nach der Urteilsverkündung angetreten hatten, wanderten Sigmund und Sitti mit ihrer Tochter Marion mit einem zuvor beim Norddeutschen Lloyd gebuchten Schiffsplatz am 16.2.1939 nach Detroit/USA aus [1156]. Am 31.1.1940 wurden Sigmund, Sitti und Marion Löwenthal `der deutschen Staatsbürgerschaft für verlustig erklärt` [1103]. In den USA kamen 1943 und 1945 zwei weitere Töchter dazu. In der Hösbacher Ortschronik erwähnt Hans Fleckenstein den Besuch Sigmunds und Sittis in Hösbach im Jahre 1980 und berichtet von einem eindrucksvollen Wiedersehen.