Hedwig Kohn geb. Klugmann (1891 - 1942)

Hedwig Kohn geb. Klugmann wurde am 11.12.1891 in Wiesenbronn geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Wiesenbronn, Lülsfeld, Krasniczyn, Raum Lublin. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Klugmann Fanny geb. Kahner (25.04.1863–25.10.1943) und Klugmann Abraham (um 1860–1928).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Kohn Adolf.

Seine Kinder waren Kohn Erna (01.07.1922–1942), Kohn Alfred Abraham (08.12.1915–31.03.1944) und Kohn Sally (09.09.1917).

Er starb am 1942 in Raum Lublin.

Weitere Angaben aus den Quellen: Hedwig Kohn, geborene Klugmann, war die Ehefrau des Kaufmanns Adolf Kohn aus Lülsfeld. Sie hatten 3 Kinder, die Söhne Alfred (*08.12.1915) und Sole (*1917) sowie die Tochter Erna (*01.07.1922). Ihre Tochter Erna hatte Hedwig in Würzburg zur Welt gebracht. Das Ehepaar hatte einen gut gehenden Kaufmannsladen im Haus Nr. 20 (heute Hauptstraße 7), in dem Hedwig mitarbeitete. Zu den Nachbarn hatte man ein gutnachbarschaftliches Verhältnis. Man half sich gegenseitig. Die Zeitzeugin erinnert sich, dass sie als Kind am Sabbat bei den Kohns abends das Licht anmachen musste, wofür draußen am Haus extra ein Lichtschalter angebracht war. Dafür gab es dann von der Frau Kohn „Matzen“, ungesäuertes Brot in Form einer Oblate. Von den 3 Kindern der Kohns hat nur Sole, der 1939 nach Amerika auswandern konnte, den Holocaust überlebt. Alfred konnte zwar 1939 nach Holland entkommen, wurde aber dort von den Nazis gefasst und ermordet. Erna wurde mit ihren Eltern am 25. April 1942 nach Krasniczyn deportiert und im Raum Lublin ermordet. Die Gemeinde Lülsfeld hat vor dem Rathaus eine Gedenktafel für die 3 Opfer dieser Familie aufgestellt. Hinweis: In der Deportationsliste ist als Geburtsdatum der "11.12.1892" angegeben. Quelle: Seite "Wir wollen uns erinnern", Biographie von Georg Lorenzen; dort als Quellen angegeben: Staatsarchiv Würzburg, GeStaPo Akten, Reg Nr 4581, 8582, K 1716 und sK 1766, A. Müssig, „Lülsfaldr Loit“, Selbstverlag Gemeinde Lülsfeld Zeitzeugin ( Jahrgang 1928 ).

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.