Inge (Ingeborg) Fleischmann (1924 - 1942)

Inge (Ingeborg) Fleischmann wurde am 26.11.1924 in Prichsenstadt geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Prichsenstadt, Krasniczyn, Raum Lublin, Würzburg, Nürnberg. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Ihre Eltern waren Fleischmann Max (26.06.1892–09.03.1934) und Fleischmann Frieda geb. Strauß (08.07.1895–1942).

Sie starb am 1942 in Raum Lublin.

Weitere Angaben aus den Quellen: Inge (Ingeborg) Fleischmann wurde 1924 in Prichsenstadt geboren als zweite von drei Töchtern der Viehhändlerfamilie Max und link(Frieda Fleischmann (Strauß)#39176). Inge besuchte ab 1931 die Volksschule Prichsenstadt, die sie wahrscheinlich 1938 nach sieben Jahren beenden konnte. Parallel dazu wurde sie wie ihre Schwestern Hilda und Trude an der Isr. Religionsschule Prichsenstadt unterrichtet. NS-Zeit: Ihr Vater Max Fleischmann war schon 1934 im KZ Dachau ermordet worden. Inge blieb mit ihrer Mutter und den Schwestern Hilda und Trude in Prichsenstadt zurück, zuletzt im "Judenhaus" im Freihof. Eine weiterführende Ausbildung war für sie nur noch an der Jüd. Volks- und Berufsschule in Würzburg möglich, die sie einmal wöchentlich besuchte. Im Februar/März 1942 kam sie in einer jüd. Pension in Nürnberg als Küchenhilfe unter, musste aber nach der Deportation der Inhaberin nach Prichsenstadt zurück. Am 22.April 1942 wurde sie mit ihrer Schwester Trude, ihrer Mutter Frieda und einigen weiteren Einwohnern von Prichsenstadt und Altenschönbach nach Würzburg gebracht, am 25.April mit ihnen nach Krasniczyn deportiert [1056] und in den Folgemonaten im Raum Lublin ermordet. Von der Familie Max Fleischmann überlebte nur die Tochter Hilda (Schul), die noch im September 1941 emigrieren konnte. Gedenken: An der Kirchgasse 9 in Prichsenstadt erinnern Stolpersteine an die Familie. Quellen: -Stadtarchiv Prichsenstadt -Volker Bolesta, Beitrag für die Gedenkseite "Wir wollen uns erinnern". -Wolf-Dieter Gutsch, Das Leben von Inge Fleischmann, 2017.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.