Max Fleischmann wurde am 26.06.1892 in Prichsenstadt geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Prichsenstadt, Würzburg, KZ Dachau. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Fleischmann Hermann (03.03.1856–1938).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Fleischmann Frieda geb. Strauß, die Ehe wurde am 09.12.1920 in Prichsenstadt geschlossen.
Seine Kinder waren Schul Hilde geb. Fleischmann (10.04.1922–02.04.2005), Fleischmann Trude (21.12.1927–1942) und Fleischmann Inge (Ingeborg) (26.11.1924–1942).
Er starb am 09.03.1934 in KZ Dachau.
Weitere Angaben aus den Quellen: Max Fleischmann wuchs in der sehr kinderreichen Familie [1066] des Pferdehändlers Hermann Fleischmann und dessen zweiter Frau Johanna (Klein) in Prichsenstadt im Kreis Kitzingen auf. Er besuchte die siebenjährige Werktagsschule und die dreijährige berufsvorbereitende Sonntagsschule im Ort, parallel die Isr. Religionsschule Prichsenstadt und half dann mit seinen Brüdern im väterlichen Betrieb mit. Max engagierte sich im Vereinsleben der Kleinstadt, gehörte früh dem Radfahrerverein an, später dem Turn- und Sportverein und der Freiwilligen Feuerwehr. Von 1915 bis 1918 war er Kriegsteilnehmer. Ab 1920 war er mit Frieda Strauß verheiratet; Vater von Hilde, Inge(borg) und Trude. Als Inhaber der väterlichen Vieh- und Pferdehandlung (1924) und der angeschlossenen Landwirtschaft war er materiell gut gestellt. NS-Zeit: Schon früh verfolgt, hielt er sich ab 1933 bei seinem Halbbruder Lulu Fleischmann in Würzburg auf und arbeitete in dessen Pferde- und Viehhandlung in der Zeller Straße 14 mit. Anfang 1934 wurde Max Fleischmann (nach einer Gerichtsverhandlung?) in "Schutzhaft" genommen und ins KZ Dachau eingewiesen. Drei Wochen später war er tot. [1003] Nach einer Information des Zeitzeugen Max Mannheimer nahm er sich nach brutalen Quälereien durch den aus Würzburg stammenden SS-Mann Otto Pfrang das Leben. [1016] Seine Frau Frieda und die Töchter Hilda (Schul), Inge(borg) und Trude Fleischmann blieben in Prichsenstadt. Nur Hilda konnte noch 1941 emigrieren. Frieda, Inge und Trude Fleischmann wurden 1942 deportiert und ermordet. Gedenken: Hilda Schul widmete ihren Angehörigen eine Gedenkinschrift am Grab von Max Fleischmann im Jüd. Friedhof Gerolzhofen. [1023] An der Kirchgasse 9 in Prichsenstadt erinnern Stolpersteine an die Familie Max Fleischmann. Quelle: - Wolf-Dieter Gutsch, Das Leben von Max Fleischmann, 2017.