Hilde Schul geb. Fleischmann wurde am 10.04.1922 in Prichsenstadt geboren und lebte in Prichsenstadt, New York, Nürnberg, Kitzingen, Spanien.
Ihre Eltern waren Fleischmann Max (26.06.1892–09.03.1934) und Fleischmann Frieda geb. Strauß (08.07.1895–1942).
Sie starb am 02.04.2005 in New York.
Weitere Angaben aus den Quellen: Hilde(gard) Schul wurde 1922 als erstes von zwei Kindern der Viehhändlerfamilie Max und link(Frieda Fleischmann (Strauß)#39176) in Prichsenstadt geboren; Schwester von Inge und Trude Fleischmann. [1066] NS-Zeit: Hilde besuchte ab 1928 die siebenjährige Volksschule in Prichsenstadt, parallel den Unterricht in der Isr. Religionsschule. 1934 musste sie den Lagertod ihres Vaters in Dachau erleben. Frieda Fleischmann blieb mit ihren Kindern in Prichsenstadt zurück. Hilde war nach einem freiwilligen achten Schuljahr in Nürnberg 1936 und 1937 Berufsschülerin (für Hauswirtschaft) in München und Schweinfurt und dann wohl in Haushalten und Pensionen in Kitzingen und Nürnberg tätig. Sie blieb aber dem Elternhaus in Prichsenstadt verbunden. Über eine Bürgschaft ihres von Würzburg emigrierten Onkels Lulu Fleischmann gelang es ihr noch im September 1941 von Prichsenstadt zu emigrieren. Ihre Mutter Frieda und ihre Schwestern Inge und Trude wurden 1942 von Prichsenstadt deportiert und ermordet. Hilde blieb längere Zeit in dem als Zwischenziel gedachten Spanien und war anscheinend in Barcelona verheiratet (Benusiglio). Erst 1956 reiste sie in die USA aus und war später mit Harry (Hans-Joachim) Schul aus Magdeburg in New York verheiratet. Bei einem einzigen Besuch in Prichsenstadt ließ sie im Jüd. Friedhof Gerolzhofen einen Grabstein für ihren Vater und ihre ermordeten Angehörigen setzen. Hilde Schul verstarb 2005 mit 82 Jahren in New York. Quelle: -Wolf-Dieter Gutsch, Das Leben von Hilde Fleischmann, 2017.