Frieda Fleischmann geb. Strauß wurde am 08.07.1895 in Thüngen geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Thüngen, Prichsenstadt, Krasniczyn, Raum Lublin. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Fleischmann Max, die Ehe wurde am 09.12.1920 in Prichsenstadt geschlossen.
Ihre Kinder waren Schul Hilde geb. Fleischmann (10.04.1922–02.04.2005), Fleischmann Trude (21.12.1927–1942) und Fleischmann Inge (Ingeborg) (26.11.1924–1942).
Sie starb am 1942 in Raum Lublin.
Weitere Angaben aus den Quellen: Frieda Fleischmann stammte aus der Familie Nathan und Lina Strauß (Fleischmann) in Thüngen im Kreis Main-Spessart. Sie wuchs bei ihren Verwandten Bertha und Bernhard Frank in Prichsenstadt auf. Frieda besuchte die Volksschule in der Kleinstadt, dann von 1909 bis 1912 die berufsvorbereitende Sonntagsschule am Ort, kurzfristig unterbrochen vom Besuch einer Handelsschule im thüringischen Apolda (1911/12). Nach ihrer Schulzeit arbeitete sie wohl im Haushalt von Bertha und Bernhard Frank mit. Ab 1920 war sie mit dem Pferdehändler Max Fleischmann in Prichsenstadt verheiratet; zwischen 1922 und 1927 wurden hier ihre Töchter Hilda (Schul), Inge(borg) und Trude. NS-Zeit: Friedas Mann Max wurde bereits im März 1934 im KZ Dachau ermordet. Frieda blieb mit ihren Töchtern in Prichsenstadt und musste deren Lebensunterhalt sichern. Im Novemberpogrom 1938 wurden die Häuser der im Ort verbliebenen Juden verwüstet. Ab November 1939 mussten sie ihre Häuser verkaufen und in ein "Judenhaus" (im Freihof) ziehen.[1023] Friedas älteste Tochter Hilda konnte noch im September 1941 über Spanien und Portugal in die USA emigrieren. Frieda, Inge und Trude Fleischmann wurden mit weiteren jüd. Einwohnern von Prichsenstadt und Altenschönbach am 22.April 1942 nach Würzburg gebracht und am 25.April von dort nach Krasniczyn deportiert. [1056][1003] Sie wurden in den Folgemonaten im Raum Lublin ermordet. Gedenken: An der Kirchgasse 9 in Prichsenstadt erinnern Stolpersteine an die Familie Fleischmann. Quelle: -Wolf-Dieter Gutsch, Das Leben von Frieda Fleischmann, 2017, 2019.