Kela, Kehla, Kehla, Kela Bamberger (1893 - 1942)

Kela, Kehla, Kehla, Kela Bamberger wurde am 04.01.1893 in unbekannt geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Heusweiler, Bad Kissingen, Krasniczyn, Raum Lublin. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Ihre Eltern waren Bamberger Nanette geb. Bamberger (30.01.1870–1942) und Bamberger Seckel (13.04.1863–23.10.1934).

Sie starb am 1942 in Raum Lublin.

Weitere Angaben aus den Quellen: Kehla Bamberger wurde am 4. Januar 1893 in Schrimm (heute Śrem) bei Posen geboren. Sie war die Tochter des Rabbiners Dr. Seckel Bamberger und dessen Ehefrau Nannette geb. Bamberger. Ihr Vater war zu jener Zeit Rabbiner in Schrimm. Im Jahre 1902 siedelte die gesamte Familie nach Bad Kissingen um, da Seckel Bamberger Amtsnachfolger seines verstorbenen Schwiegervaters geworden war und jetzt sein neues Amt als Bad Kissinger Distriktrabbiner in der neu gebauten Synagoge antrat. Gemeinsam mit ihrer Mutter Nannette betrieb Kehla, die unverheiratet und deshalb bei der Mutter geblieben war, die „Villa Adelaïde“ in der Promenadestraße 5 c (heute Nr. 17) als Pension. Das großzügige Haus hatte die Familie im Jahr 1908 selbst erbaut. Anfänglich war der Betrieb der Bambergers im Jahre 1938 noch nicht von der Schließung bedroht, wie sonst die meisten vergleichbaren jüdischen Kureinrichtungen in diesem Jahr. Im Zuge der Pogromnacht von 9. November 1938 wurde Kehla in Haft genommen, zwei Tage später aber aus dem Gefängnis des Kissinger Amtsgerichts wieder entlassen, da eigentlich nur jüdische Männer in der Pogromnacht verhaftet werden sollten. Im Jahre 1940 musste sie in die Hemmerichstraße 12 umziehen. Damals wurden die meisten jüdischen Mitbürger in sogenannten „Judenhäusern“ gesammelt. Am 25. April 1942, die Meldeakte von Kehla Bamberger trägt den handschriftlichen Vermerk „Sammeltransport“, wurde sie über Würzburg nach Krasniczyn deportiert, wo sie im Raum Lublin zu Tode kam. Auch ihre Mutter wurde am 25.04.1942 nach Polen deportiert und ermordet. Ihr Geschwister Adelaide, Simon und Iyras emigrierten nach Palästina, ihr Bruder Moses Löb nach England, Sarah in die Niederlande und Seligmann nach Amerika. (In der Deportationsliste wird ihr Name fälschlicherweise „Kela“ geschrieben. Quelle: Seite "Wir wollen uns erinnern", dort angegeben: Evelyn Bartetzko, Stadtarchiv und Kulturreferat Bad Kissingen.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.