Seckel Bamberger wurde am 13.04.1863 in Fischach geboren und lebte in Schrimm, Bad Kissingen, Fischach.
Seine Eltern waren Bamberger Adelaide, Adelheide geb. Tedesco (21.08.1834–30.05.1901) und Bamberger Simon (19.07.1832–09.12.1897).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Bamberger Nanette geb. Bamberger.
Seine Kinder waren Bamberger Adelaide, Bamberger Moshe Aryeh geb. Moses Löb (03.12.1902–1960), Bamberger Kela, Kehla, Kehla, Kela (04.01.1893–1942), Bamberger Seligmann Bär (20.01.1896–1970, April 1970) und Bamberger Simon (Simcha) (27.12.1899–03.10.1957).
Er starb am 23.10.1934 in Bad Kissingen.
Weitere Angaben aus den Quellen: Rabbiner Dr. Seckel (Yizchak) Bamberger stammte aus der sehr großen Familie von Simon und Adelaide Bamberger im bayerisch-schwäbischen Fischach. Er schloss seine Ausbildung als Religionslehrer und Rabbiner mit einem philologischem Studium an den Universitäten in Berlin, Würzburg, München und Leipzig ab; 1887 Promotion. Nach mehreren Rabbinerstellen, so in Schrimm (Provinz Posen), trat er 1902 seine Stelle als Bezirksrabbiner in Bad Kissinge an. Verheiratet war er mit Nannette Bamberger, der Tochter seines Onkels und Vorgängers Dr. Moses Löb Bamberger. Das Paar hatte sieben Kinder, darunter die Rabbiner Simon und Moses Löb Bamberger und der Chemiker Seligmann Bär Bamberger. Dr. Seckel Bamberger galt als „einer der orthodoxesten und gelehrtesten Rabbiner seiner Epoche“. [1023] Als Distriktsrabbiner hatte er 28 jüd. Gemeinden zu betreuen. Gerühmt wurde auch sein soziales Engagement, so bei der Gründung der Isr. Kinderheilstätte (1905) und des Isr. Kurhospiz für Erwachsene (1927). Wegen seiner streng orthodoxen Ausrichtung kam es aber auch zu internen Auseinandersetzungen mit der jüd.-liberalen Mehrheit in der Kultusgemeinde. Dr. Bamberger unterrichtet an der Kissinger Realschule Isr. Religionsunterricht. Im Juli 1932 wurde er nach 30jähriger Amtszeit dienstaltersgemäß (gegen seinen Willen) in den Ruhestand versetzt. Er verstarb 1934 mit 71 Jahren in Bad Kissingen und wurde am 26. November unter großer Anteilnahme auf dem Jüd. Friedhof in Bad Kissingen beigesetzt. [1023].