Selma Haas geb. Goldner wurde am 14.05.1902 in Gersfeld geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Oberelsbach, Bad Neustadt, Krasniczyn, Gersfeld, Raum Lublin. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Haas Hermann, die Ehe wurde am 29.6.1925 in Gersfeld geschlossen.
Ihr Kind war Haas Albert (01.08.1926–1942).
Sie starb am 1942 in Raum Lublin.
Weitere Angaben aus den Quellen: Selma Haas, geb. Goldner, war die Tochter von Viktor Goldner und seiner Frau Rosa, geb. Weinberg, in Gersfeld. Am 29. Juni 1925 heiratete sie in ihrem Geburtsort Hermann Haas, der von Beruf Metzger war. Das Paar kaufte laut Vertrag vom 19. April 1926 zu je einer Hälfte Miteigentum von Sigmund Franken u. Erben das Anwesen in der Schuhmarktstr. 5, in dem sie bis zu ihrer Deportation wohnten. Ihr Mann Hermann betrieb einen Viehhandel, den er am 15. Dezember 1938 abmelden musste. Das Grundstück mit dem Wohnhaus wurde laut Vertrag vom 9.6.1939 an die Villsche Altenstiftung verkauft. Der gemeinsame Sohn Albert wurde am 1. August 1926 geboren. Dieser ging am 20. April 1941 von Bad Neustadt nach München, um dort das IKG Lehrlingsheim in der Hohenzollernstr. 4 zu besuchen. Sein Arbeitsbuch wurde in München ausgestellt und wies ihn als Schlosserlehrling aus. Von dort kam er Anfang November 1941 wieder nach Neustadt ins Elternhaus zurück. Die Familie musste mit weiteren 42 Bad Neustädtern, ihrer Schwägerin Selma Haas und vielen anderen aus der Region am 22. April 1942 nach Würzburg übersiedeln. Bei der Durchsuchung im Platz’schen Garten wurden ihnen 3 Löffel abgenommen. Drei Tage später erfolgte die Deportation nach Krasnystaw, von wo aus sie einen ca. 15 km langen Fußmarsch nach Krasniczyn auf sich nehmen musste. Sie wurden im Raum Lublin ermordet.