Albert Haas (1926 - 1942)

Albert Haas wurde am 01.08.1926 in Bad Neustadt an der Saale geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Bad Neustadt, München, Würzburg, Krasniczyn, Raum Lublin. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Haas Hermann (21.07.1895–1942) und Haas Selma geb. Goldner (14.05.1902–1942).

Er starb am 1942 in Raum Lublin.

Weitere Angaben aus den Quellen: Albert war der Sohn von Hermann Haas und seiner Frau Selma, geb. Goldner. Der Vater war von Beruf Metzger, betrieb aber einen Viehhandel, den er am 15. Dezember 1938 abmelden musste. Die Familie lebte in der Schuhmarktstr. 5. Das Anwesen hatten die Eltern im April 1926 erworben und laut Vertrag vom 9.6.1939 an die Villsche Altenstiftung verkauften. Albert besuchte die Schule in Bad Neustadt. Am 20. April 1941 zog er von Bad Neustadt nach München, um dort das IKG Lehrlingsheim in der Hohenzollernstr. 4 zu besuchen. Sein Arbeitsbuch wurde in München ausgestellt und wies ihn als Schlosserlehrling aus. Von dort kam er Anfang November 1941 wieder nach Neustadt ins Elternhaus zurück. Albert und seine Eltern wurden gemeinsam mit weiteren 42 Neustädtern und seiner Tante Selma, wohnhaft in Oberelsbach, und vielen anderen aus der Region am 22. April 1942 nach Würzburg verschleppt. Bei der Durchsuchung im Platz’schen Garten wurden ihnen 3 Löffel abgenommen. Drei Tage später erfolgte die Deportation nach Krasnystaw. Von dort aus mussten sie weitere 15 km zu Fuß in das Lager Krasniczyn laufen. Die Angehörigen der Familie Haas wurden im Raum Lublin ermordet. Weitere Quellen: Stadtarchiv Bad Neustadt a.d.S.; Stadtarchiv München, Kataster Umschreibhefte; Herbert Schultheis: Juden in Mainfranken 1933 – 1945, Würzburg 1980, Seite 453; Staatsarchiv Würzburg, Gestapostelle 18876.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.