Nathanael Ottensoser (1888 - 1942)

Nathanael Ottensoser wurde am 04.01.1888 in Mellrichstadt geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Mellrichstadt, Suhl, Krasniczyn, Raum Lublin. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Ottensoser Berta Recha geb. Mayer.

Sein Kind war Ottensoser Suse (19.05.1930–1942).

Er starb am 1942 in Raum Lublin.

Weitere Angaben aus den Quellen: Ottensoser Nathanael wurde am 4. Januar 1888 in Mellrichstadt geboren und wohnte im Haus Nr. 16, heute Hauptstr. 15. Er war Kaufmann und führte eine Schuh- und Stuhlgroßhandlung. Er war verheiratet mit Recha, geb. Mayer. Sie hatten eine Tochter: Suse, geb. 19. Mai 1930 in Meiningen. Nathanael Ottensoser war der Sohn von Lazarus und Hannchen Ottensoser geb. Frankenberg. Er besuchte die Volksschule und machte von 1901 – 1904 eine kaufmännische Lehre in Suhl. Von 1904 – 1907 arbeitete er als kaufmännischer Angestellter an verschiedenen Stellen. Ab 1907 arbeitete er im elterlichen Schuhgeschäft in Mellrichstadt. Seit 1928 war er der Geschäftsinhaber. Am 10. November 1938 wurde er in sog. Schutzhaft genommen und in das Amtsgerichtsgefängnis nach Bad Neustadt eingeliefert. Dort erscheinte am 18. November 1938 die Ehefrau Recha Ottensoser und erklärte, dass sie und ihre Familie schon länger geplant hätten, in die USA auszuwandern. Sie hätten beim Konsulat schon einen Antrag gestellt und auch eine Wartenummer erhalten. Sie müssten nun warten, bis sie an der Reihe seien. Sie bitte daher ihren Mann aus dem Gefängnis zu entlassen. Zu Arisierungsverhandlungen wurde er dann am 21. November 1938 aus dem Gefängnis entlassen. Das Haus Nr. 16, heute Hauptstr. 15, wurde dann im November 1938 an Josef und Katharina Faulstich verkauft. Nathanael Ottensoser war der letzte Vorstand der jüdischen Gemeinde, nachdem sein Vorgänger Guido Prager in die USA emigriert war. Am 4. Oktober 1938 verzeichnet die Israelitische Kultusgemeinde Mellrichstadt, dass am Haus des Nathanael Ottensoser die Fensterscheiben eingeworfen wurden. Am 24. April 1942 musste Nathanael Ottensoser mit seiner Frau und seiner einzigen Tochter Suse nach Würzburg benutzen, um sich an der Sammelstelle Platz’scher Garten einzufinden. Bei der Durchsuchung vor der Deportation im Platz'schen Garten in Würzburg wurden ihm folgende Gegenstände abgenommen: 8 Esslöffel, 8 Kaffeelöffel, 2 Armbändchen, 1 Brosche. Am 25. April 1942 wurde er nach Krasniczyn deportiert und daraufhin im Raum Lublin ermordet. Quelle: Biographie der Seite >Wir wollen uns erinnern<.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.