Manfred Bildstein wurde am 13.07.1924 in Schweinfurt geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Schweinfurt, Obbach, Spreenhagen, Würzburg, Krasniczyn, Raum Lublin. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Bildstein Gerhard (23.08.1899–1942) und Bildstein Else geb. Bloch (28.12.1891–1942).
Er starb am 1942 in Raum Lublin.
Weitere Angaben aus den Quellen: Manfred Bildstein war der Sohn des Kaufmanns Gerhard Bildstein und dessen Frau Else, geb. Bloch, aus Randegg/Baden. Das älteste Kind wurde in Schweinfurt geboren, obwohl sie in Obbach wohnhaft waren. Manfred verlebte seine Kindheit zusammen mit den Geschwistern Beate und Julius und den christlichen Nachbarskindern in Obbach. Am Vormittag des 10. November 1938 musste er zusammen mit den beiden anderen Kindern jüdischen Glaubens die Schule verlassen. Am 27. Juli 1939 zog er in den Hachschara-Betrieb Gut Winkel bei Spreenhagen, eine Ausbildungsstätte, um die jüdischen Kinder auf die Emigration nach Palästina und in andere Länder vorzubereiten. Manfred kam im Februar 1940 aus Hamburg zurück, zuletzt kam er im Juli 1941 aus München wieder nach Obbach und wurde als Schreinerlehrling bezeichnet. Am 22. April 1942 musste er mit seinen Eltern und den beiden jüngeren Geschwistern nach Würzburg in den Platz’schen Garten. Drei Tage später wurden sie nach Krasnystaw deportiert, mussten von dort fünfzehn Kilometer nach Krasniczyn laufen und wurden anschließend in einem der Lager im Raum Lublin ermordet. Quellen: Staatsarchiv Würzburg, Gestapo 18876; Jüdisches Standesregister 93 (Obbach); Stadtarchiv Schweinfurt; Materialsammlung Pfarrer Paul Geißendörfer (Jan.1969); Auskunft von Wilhelm Fredrich 11.04.2011.