Else Bildstein geb. Bloch wurde am 28.12.1891 in Randegg geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Randegg, Obbach, Würzburg, Krasniczyn, Raum Lublin. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Bildstein Gerhard.
Ihre Kinder waren Bildstein Beate (10.05.1927–1942), Bildstein Manfred (13.07.1924–1942) und Bildstein Julius (18.11.1932–1942).
Sie starb am 1942 in Raum Lublin.
Weitere Angaben aus den Quellen: Else Bloch kam in Randegg/Baden zur Welt. Die Eltern waren Isak und Cäcilie Bloch, geborene Guggenheim. Ihre Schwester Mathilde (geb. 1889) war mit Lehmann Bildstein verheiratet, ihrem späteren Schwiegervater. Sie lebten in Schweinfurt und ihnen gelang mit der gemeinsamen Tochter Senta (geb. 1922) im August 1941 die Emigration nach New York. Ihr Bruder Jakob Bloch (geb. 1890) wurde nicht einmal ein Jahr alt. Vom weiteren Bruder Samuel Jakob Bloch (geb. 1895) ist nichts bekannt. Nach der Hochzeit mit ihrem Mann Gerhard zog Else Bildstein nach Obbach. Ihr Sohn Manfred (geb. 1924), der älteste, wurde in Schweinfurt geboren, obwohl seine Eltern in Obbach wohnhaft waren. Die Geschwister Beate (geb. 1927) und Julius (geb. 1932) kamen in Obbach zur Welt. Gerhards Familienmitglieder waren alteingesessene Obbacher, die aus Kützberg kamen und im Jahre 1809 einen Schutzbrief besaßen. Sie betrieben Pferde- und Viehhandel, später Kolonialwaren und Textilhandel. Sie verkauften Stoffe und Arbeitskleidung. Hauptgebiete für ihre Lieferungen waren die Ortschaften Poppenhausen, Ebertshausen und Oerlenbach. Elses Vater starb im Mai 1927 in Schweinfurt und liegt dort auf dem jüdischen Friedhof in Schweinfurt begraben. Am 22. April 1942 kam Else Bildstein mit ihrem Mann und allen drei Kindern nach Würzburg in den Platz'schen Garten. Drei Tage später wurden sie nach Krasnystaw deportiert, mussten von dort fünfzehn Kilometer nach Krasniczyn laufen und wurden dann in einem der Lager im Raum Lublin ermordet. Quellen/Auskunfteien: Staatsarchiv Würzburg Gestapo 18876; Jüdisches Standesregister 93 (Obbach); Stadtarchiv Schweinfurt; Materialsammlung Pfarrer Paul Geißendörfer (Jan. 1969); Auskunft von Wilhelm Fredrich 11.04.2011; Böhrer/Kurre: Friedhof Schweinfurt Cemetery, 2009.