Julius Bildstein (1932 - 1942)

Julius Bildstein wurde am 18.11.1932 in Obbach (Euerbach) geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Obbach, Würzburg, Krasniczyn, Raum Lublin, Schweinfurt, Fürth. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Bildstein Gerhard (23.08.1899–1942) und Bildstein Else geb. Bloch (28.12.1891–1942).

Er starb am 1942 in Raum Lublin.

Weitere Angaben aus den Quellen: Julius Bildstein war der Sohn des Kaufmanns Gerhard Bildstein und seiner Frau Else, geb. Bloch, aus Randegg/Baden. Er lebte die ersten Jahre seine Kindheit in Obbach, bis er im Oktober 1939 nach Schweinfurt zur Familie Mars zog. Hier am Ort wurde er mit einigen Kindern vom jüdischen Lehrer Berlinger unterrichtet. Der Besuch einer öffentlichen Schule war nicht mehr erlaubt. Julius fuhr jedoch zum Wochenende nach Hause und ist nur wochentags zum Schulbesuch in Schweinfurt. Mit der Familie Mars zieht er ¼ Jahr später in die Rückertstr. 17, einem sog. „Judenhaus“. Anschließend kam er am 25. Mai 1941 nach Fürth ins jüdische Kinderheim. Von dort zieht er zusammen mit seiner Schwester Beate am 21. März 1942 wieder zu seinen Eltern nach Obbach. Am 22. April 1942 kam er mit seinen Eltern und den beiden Geschwistern nach Würzburg in den Platz’schen Garten. Drei Tage später wurden sie nach Krasnystaw deportiert, mussten fünfzehn Kilometer nach Krasniczyn laufen und wurden dann in einem der Lager im Raum Lublin ermordet. Quellen: Staatsarchiv Würzburg Gestapo 18876; Jüdisches Standesregister 93 (Obbach); Stadtarchiv Schweinfurt; Materialsammlung Pfarrer Paul Geißendörfer (Jan. 1969); Auskunft von Wilhelm Fredrich 11.04.2011.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.