Gerhard Bildstein (1899 - 1942)

Gerhard Bildstein wurde am 23.08.1899 in Obbach (Euerbach) geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Obbach, Würzburg, Krasniczyn, Raum Lublin. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Bildstein Else geb. Bloch.

Seine Kinder waren Bildstein Beate (10.05.1927–1942), Bildstein Manfred (13.07.1924–1942) und Bildstein Julius (18.11.1932–1942).

Er starb am 1942 in Raum Lublin.

Weitere Angaben aus den Quellen: Gerhard Bildstein war der Sohn des Kaufmanns Lehmann Bildstein und seiner Frau Bertha, geb. Goldschmidt, die aus Willmars stammte. Seine Mutter starb bereits mit 46 Jahren am 19. Oktober 1919 in Obbach, Haus-Nr. 39. Sein jüngerer Bruder Robert (geb. 1902) verstarb schon im Febr. 1915. Alle weiteren Familienmitglieder wohnten in Schweinfurt und konnten nach New York emigrieren: Sein Bruder Arthur (geb. 1904) war vom 16. Juni 1938 bis zum 8. Sept. 1938 im KZ Sachsenhausen/Oranienburg und reiste im März 1939 aus. Seine Schwester Ruth, genannt Rutti (geb. 1906), emigrierte mit ihrem Mann Kurt Bildstein und dem Sohn im Mai 1940. Dem Vater und der Stiefmutter Mathilde, geb. Bloch, mit der Halbschwester Senta (geb. 1922) gelang im Aug. 1941 die Flucht. Gerhards Frau war Else Bildstein, geborene Bloch in Randegg. Das älteste Kind Manfred (geb. 1924) wurde in Schweinfurt geboren, obwohl seine Eltern in Obbach wohnhaft waren. Die Geschwister Beate (geb. 1927) und Julius (geb. 1932) kamen in Obbach zur Welt. Die Vorfahren der Familie Bildstein stammten ursprünglich aus Kützberg. Im Jahre 1809 hatten sie in Obbach einen Schutzbrief und waren seitdem dort ansässig. Sie betrieben Pferde- u. Viehhandel, später Kolonialwaren- und Textilhandel. Sie verkauften Stoffe und Arbeitskleidung. Hauptgebiete für ihre Lieferungen waren die Ortschaften Poppenhausen, Ebertshausen und Oerlenbach. Am 22. April 1942 kam Gerhard Bildstein mit seiner Frau und allen drei Kindern nach Würzburg. Bei der Durchsuchung im Platz'schen Garten wurden ihm 3 Esslöffel, 6 Kaffeelöffel, 1 Messer, 1 Gabel, 1 Armreif, 1 Lämpchen, 1 Kranz, 1 Drehbleistift, 2 Anstecknadeln, 1 Brosche und 1 Anhänger abgenommen. Drei Tage später wurden sie nach Krasnystaw deportiert, mussten fünfzehn Kilometer nach Krasniczyn laufen und wurden in einem der Lager im Raum Lublin ermordet.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.