Beate Bildstein wurde am 10.05.1927 in Obbach (Euerbach) geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Obbach, Krasniczyn, Raum Lublin, Schweiz, Schweinfurt, Fürth, Würzburg. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Ihre Eltern waren Bildstein Gerhard (23.08.1899–1942) und Bildstein Else geb. Bloch (28.12.1891–1942).
Sie starb am 1942 in Raum Lublin.
Weitere Angaben aus den Quellen: Beate Bildstein ist die Tochter des Kaufmanns Gerhard Bildstein und seiner Frau Else, geb. Bloch, aus Randegg/Baden. Sie lebte hier in Obbach zusammen mit ihren Geschwistern Manfred und Julius Bildstein und ging mit Wilhelm Fredrich zur Schule. Mit 10 Jahren kam sie aus St.Louis/Schweiz nach Schweinfurt und wohnte dort zuerst 3 Jahre bei Verwandten, im Mai 1940 zog sie zur Familie Goldstein und ½ Jahr später nach Fürth ins jüdische Kinderheim. Solange sie in Schweinfurt war, ging sie hier zum jüdischen Lehrer in den Unterricht und war am Wochenende zu Hause. Mit ihrem Bruder Julius zog sie am 21. März 1942 von Fürth, Julienstr. 2, aus dem jüdischen Kinderheim wieder nach Obbach zu. Beide wurden als Schüler bezeichnet. Am 22. April 1942 kam sie mit ihren Eltern und den beiden Geschwistern nach Würzburg in den Platz’schen Garten. Drei Tage später wurden sie nach Krasniczyn deportiert, musste fünfzehn Kilometer Fußmarsch bis nach Krasniczyn zurücklegen und wurde später in einem der Lager im Raum Lublin ermordet. Weitere Quellen/Auskunfteien: Standesamt Euerbach, Geburtsregister 5/1927 (hier "Berta Beata", in allen anderen Unterlagen nur Beate); Staatsarchiv Würzburg, Gestapostelle 18876, 18877; Stadtarchiv Schweinfurt, Meldekarte; Materialsammlung Pfarrer Paul Geißendörfer (Jan. 1969); Auskunft vom Zeitzeugen Wilhelm Fredrich (11.04.2011).