Sigbert Bravmann (1927 - 1942)

Sigbert Bravmann wurde am 04.03.1927 in Obbach (Euerbach) geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Obbach, Würzburg, Krasniczyn, Raum Lublin, Hamburg. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Bravmann Isaak (27.03.1882–1942) und Bravmann Nelka geb. Schloß (20.12.1879–1942).

Er starb am 1942 in Raum Lublin.

Weitere Angaben aus den Quellen: Sigbert Bravmann war der Sohn von Isaak und Nelka Bravmann, geb. Schloß. Seine Schwester Rita wurde vier Jahre vor ihm geboren. Der Vater betrieb zusammen mit Sigberts Onkel Moses Schloß einen Schnitt- und Kolonialwarenhandel mit Schuhwaren und belieferte Kissinger Dörfer. Beide Geschäfte seien in einem Haus gewesen, wobei der Onkel den Schnittwarenhandel (= Stoffe) führte. Sigbert konnte mit den anderen drei jüdischen Kindern bis zum 10. November 1938 die Volksschule besuchen. An diesem Tag wurden sie nach Hause geschickt, es war ihr letzter Schultag in Obbach. Am 31. März 1939 zog Sigbert nach Hamburg. Von dort kam er am 18. November 1941 wieder zurück. Vermutlich ging er zur Schule, denn er wurde als Schüler bezeichnet. Am 22. April 1942 kam Sigbert Bravmann mit den Eltern und der Schwester Rita sowie zusammen mit weiteren Verwandten nach Würzburg. Bei der Durchsuchung im Platz'schen Garten wurden den Eltern 10 Esslöffel und 10 Kaffeelöffel, 1 Zuckerzange, 1 Salzfass und 1 Becher abgenommen. Drei Tage später wurden sie nach Krasnystaw deportiert, mussten fünfzehn Kilometer nach Krasniczyn laufen und wurden in einem der Lager im Raum Lublin ermordet. Sigberts Vater war zuvor als Ordner für die 30 zu deportierenden Personen aus Obbach und einer Frau aus Würzburg eingeteilt. Dies war Ida Frank, eine geborene Schlorch, ebenfalls aus Obbach. Seine Schwester war für diesen Transport als Kinderbetreuerin bestimmt.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.