Bernhard Fleischmann (1882 - 1942)

Bernhard Fleischmann wurde am 12.10.1882 in Obbach (Euerbach) geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Obbach, Würzburg, Krasniczyn, Raum Lublin. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Fleischmann Luise geb. Schlorch.

Seine Kinder waren Fleischmann Lore (08.04.1931–1942) und Fleischmann Isidor (22.10.1922–1942).

Er starb am 1942 in Raum Lublin.

Weitere Angaben aus den Quellen: Bernhard Fleischmann war der Sohn von David Fleischmann und seiner Frau Lina Langstädter aus Memmelsdorf. Die Familie ist nachweislich schon in der 4. Generation hier ansässig. Bernhard Fleischmann nahm am 1. Weltkrieg von 1914 – 1918 teil. Er heiratete seine Frau Luise, die aus der ebenfalls alt eingesessenen Familie Schlorch stammt, im Dezember 1921. Der gemeinsame Sohn David Isidor wurde im Oktober 1922 und die Tochter Leonora, genannt Lore, im April 1931 geboren. Seinen Metzgerberuf übte er nicht aus, sondern betrieb Landwirtschaft. Am 22. April 1942 kam die Familie nach Würzburg. Bei der Durchsuchung im Platz’schen Garten wurde ihnen 1 Kelch, 4 Eßlöffel und 5 Kaffeelöffel abgenommen. Drei Tage später wurden sie nach Krasnystaw deportiert, mussten von dort aus fünfzehn Kilometer nach Krasniczyn laufen und wurden anschließend in einem der Lager im Raum Lublin ermordet. Weitere Quellen/Auskunfteien: Staatsarchiv Würzburg, Gestapo 18876 u. 18877; Materialsammlung Pfarrer Paul Geißendörfer (Jan. 1969).

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.