Isidor Fleischmann wurde am 22.10.1922 in Obbach (Euerbach) geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Obbach, Würzburg, Krasniczyn, Raum Lublin, München. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Fleischmann Bernhard (12.10.1882–1942) und Fleischmann Luise geb. Schlorch (17.03.1892–1942).
Er starb am 1942 in Raum Lublin.
Weitere Angaben aus den Quellen: Isidor Fleischmann war der Sohn des Metzgers und späteren Landwirts Bernhard Fleischmann und seiner Frau Luise, geb. Schlorch. Die Familie Fleischmann war nachweislich schon in der 5. Generation in Obbach ansässig und die Familie Schlorch nachweislich seit dem Jahre 1808. Isidors Eltern heirateten im November 1921, er selbst kam dann im Oktober 1922 in Obbach zur Welt und seine Schwester Leonora, genannt Lore, im April 1931. Im Mai 1939 wohnte er in seinem Geburtsort Obbach. Für die Deportation wurde er Ende März 1942 von der Gestapo Würzburg aus "Milbertshofen-München" angefordert, da er "nach den bestehenden Richtlinien mit seinen Eltern und der kleinen Schwester Lore evakuiert werden soll[te]". Die Gestapo München wollte ihn erst nicht freigeben, teilte am 10. April jedoch mit, dass er in seine Heimat zurückgekehrt ist. Am 22. April 1942 kam er mit seinen Eltern, der Schwester und einigen Verwandten nach Würzburg. Drei Tage später wurden sie nach Krasnystaw deportiert, mussten von dort fünfzehn Kilometer weit nach Krasniczyn laufen und wurden später in einem der Lager im Raum Lublin ermordet. Für den vorangegangenen Transport waren 2 Sanitäter eingeteilt, u. a. Isidor Fleischmann. Er war auch wie die "jüdische Transportleitung" im 1. Wagen des Zuges untergebracht. Aus Obbach war Rita Bravmann als Kinderbetreuerin eingeteilt, die hier ebenfalls ihren Platz hatte. Weitere Quellen/Auskunfteien: Staatsarchiv Würzburg, Gestapostelle 18876; Gemeindearchiv Euerbach.