Luise Fleischmann geb. Schlorch (1892 - 1942)

Luise Fleischmann geb. Schlorch wurde am 17.03.1892 in Obbach (Euerbach) geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Obbach, Würzburg, Krasniczyn, Raum Lublin. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Ihre Eltern waren Schlorch Gerson (um 1850) und Schlorch Lina (Karolina) geb. Silbermann (um 1855).

Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Fleischmann Bernhard.

Ihre Kinder waren Fleischmann Lore (08.04.1931–1942) und Fleischmann Isidor (22.10.1922–1942).

Sie starb am 1942 in Raum Lublin.

Weitere Angaben aus den Quellen: Luise Fleischmann war die Tochter des Getreide- und Mehlhändlers Gerson Schlorch und seiner Frau Karoline, geb. Silbermann. Luise stammte aus einer alteingesessenen Familie in Obbach, deren erste nachweisbare Spuren auf das Jahr 1808 zurückgehen. Luise Fleischmann heiratete ihren Mann Bernhard im Dez. 1921 in Obbach. Ihr Sohn David Isidor wurde im Oktober 1922 und ihre Tochter Leonora, genannt Lore, im April 1931 geboren. Ihr Mann übte nicht den Metzgerberuf aus, sondern betrieb Landwirtschaft. Am 22. April 1942 kamen Luise Fleischmann, ihr Mann und die beiden Kinder nach Würzburg. Bei der Durchsuchung im Platz'schen Garten wurden ihnen 1 Kelch, 4 Esslöffel und 5 Kaffeelöffel abgenommen. Drei Tage später wurden sie nach Krasnystaw deportiert, mussten von dort fünfzehn Kilometer nach Krasniczyn laufen und wurden schließlich in einem der Lager im Raum Lublin ermordet. Weitere Quellen: Staatsarchiv Würzburg, Gestapostelle 18876 u. 18877; Materialsammlung Pfarrer Paul Geißendörfer (Jan. 1969).

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.