Emil Schlorch wurde am 26.11.1877 in Obbach (Euerbach) geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Obbach, Würzburg, Krasniczyn, Raum Lublin. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Schlorch Gerson (um 1850) und Schlorch Lina (Karolina) geb. Silbermann (um 1855).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Schlorch Sofie geb. Silbermann.
Seine Kinder waren Schlorch Erich (12.11.1915–30.01.1996) und Gruen (Grünebaum) Irma geb. Schlorch (25.01.1913–10.05.2011).
Er starb am 1942 in Raum Lublin.
Weitere Angaben aus den Quellen: Emil Schlorch war Getreide- und Mehlhändler wie sein Vater Gerson Schlorch. Wie seine Geschwister kam auch Emil in Obbach zur Welt. Als sein Vater verstarb, war Emil 21 Jahre alt. Seine Frau Sophia Silbermann aus Walsdorf heiratete er im September 1910. Sohn Gustav verstarb schon wenige Monate nach der Geburt im Dezember 1911, Tochter Irma kam im Januar 1913 zur Welt und Sohn Erich im November 1915. Emil und sein Bruder Arnold, der Bäcker war, betrieben den Getreide- und Mehlhandel mit einer Bäckerei in Obbach und hatten auch landwirtschaftlichen Besitz. Mit Pferd und Wagen lieferten sie Brot in die umliegenden Dörfer. Aufgrund der damaligen Gesetze musste das Geschäft zum 31. Dezember 1938 abgemeldet werden. Am 22. April 1942 wurde Emil Schlorch mit seiner Frau, seinem Bruder und seiner Schwägerin nach Würzburg in das Sammellokal Platz'scher Garten gebracht, wo man ihnen ihre letzten Gegenstände abnahm. Drei Tage später wurden sie nach Krasniczyn im besetzten Polen deportiert und in der Folgezeit im Raum Lublin ermordet. Emils Sohn Erich Schlorch wurde am 12. November 1938 ins KZ Dachau eingeliefert. Nach seiner Freilassung konnte er nach Israel emigrieren. Tochter Irma floh im September 1940 mit ihrem Sohn in die USA. Hier änderte sie ihren Nachnamen in Gruen.