Sofie Schlorch geb. Silbermann wurde am 24.03.1883 in Walsdorf (Oberfranken) geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Walsdorf, Würzburg, Krasniczyn, Raum Lublin, Obbach. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Schlorch Emil.
Ihre Kinder waren Schlorch Erich (12.11.1915–30.01.1996) und Gruen (Grünebaum) Irma geb. Schlorch (25.01.1913–10.05.2011).
Sie starb am 1942 in Raum Lublin.
Weitere Angaben aus den Quellen: Sophia Schlorch war die Tochter des Kaufmanns Emanuel Silbermann aus Walsdorf und seiner Frau Klara. Ihren Mann Emil heiratete sie im September 1910 in Obbach. Ihr Mann Emil und sein Bruder Arnold, der Bäcker war, betrieben den Getreide- und Mehlhandel mit einer Bäckerei und hatten auch landwirtschaftlichen Besitz. Mit Pferd und Wagen lieferten sie Brot in die umliegenden Dörfer. Sicherlich half sie ihrer Schwägerin im Laden beziehungsweise Geschäft des Mannes. Aufgrund der damaligen Gesetze musste das Geschäft zum 31. Dez. 1938 zwangsweise abgemeldet werden. Am 22. April 1942 kamen Sophia und Emil Schlorch zusammen mit Schwager und ihrer Schwägerin nach Würzburg. Bei der Durchsuchung im Platz’schen Garten wurden ihnen ein Eß-, zwei Kaffeelöffel, eine Gabel und ein Messer abgenommen. Drei Tage später wurden sie nach Krasnystaw deportiert und dort im Raum Lublin ermordet. Das Deutsche Reich übernahm danach das Anwesen. Sohn Erich wurde am 12. November 1938 ins KZ Dachau gebracht und konnte nach Israel fliehen. Tochter Irma konnte mit ihrem Sohn Joachim im September 1940 in die USA emigrieren. Hier änderte sie ihren Nachnamen in Gruen.