Hasso Herbert Schlorch (1921 - 1942)

Hasso Herbert Schlorch wurde am 04.12.1921 in Schweinfurt geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Schweinfurt, Neuendorf, Würzburg, Krasniczyn, Raum Lublin, Friedersdorf. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Schlorch Max (08.04.1886–1942) und Schlorch Recha geb. Haas (18.06.1891–1942).

Er starb am 1942 in Raum Lublin.

Weitere Angaben aus den Quellen: Hasso Herbert Schlorch war der Sohn des Bäckermeisters Max Schlorch und seiner Frau Recha, geborene Haas. Seine Schwester Liselotte, die im August 1914 in Obbach geboren wurde, zog im Dezember 1938 nach München. Ihr gelang die Auswanderung nach Kalifornien/USA. Die Eltern betrieben eine Bäckerei in der Theresienstraße 24 und er erlernte ebenfalls den Bäckerberuf. Obwohl er offiziell Hasso hieß, wurde er zumeist Herbert genannt. Am 1. Oktober 1939 ging er nach Neuendorf bei Berlin, ein sognanntes Landwerk, um auf dieser Hachschara-Ausbildungsstätte für sein künftiges Leben in Palästina vorbereitet zu werden. Vermutlich arbeitete er dort in einem Sägewerk oder musste auf den Feldern den Ortsbewohnern helfen, denn auf der Meldekarte ist landwirtschaftlicher Praktikant vermerkt. Später arbeitete er als Hilfsarbeiter in seinem Heimatort, zuletzt bei der Sandbaggerei Blum. Er wohnte wieder bei seinen Eltern. Am 21. Januar 1941 musste er mit diesen an den Albrecht-Dürer-Platz 5 umziehen. Noch im Jahr 1941 versucht er, in die USA auszuwandern. Am 22. April 1942 kam die Familie nach Würzburg. Von hier aus werden sie drei Tage später nach Krasniczyn deportiert und im Raum Lublin ermordet. Mit Schreiben vom 14.10.1942 bestätigt die Gemeinde Friedersdorf, Kreis Beeskow-Storkow, heute Heidesee, dass sie am 4.6.1942 die Lohnsteuerkarte von Hasso Schlorch erhalten hat.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.