Willi Kanthal wurde am 27.10.1901 in Langenselbold geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Langenselbold, Aschaffenburg, Würzburg, Fulda, Krasniczyn, Ghetto Izbica. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Kanthal Simon (27.11.1869) und Kanthal Berta geb. Wertheimer.
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Kanthal Selma geb. Rothschild, die Ehe wurde am 02.08.1933 in Aschaffenburg geschlossen.
Sein Kind war Kanthal Berta Inge (01.05.1934–1942).
Er starb am 1942 in Ghetto Izbica.
Weitere Angaben aus den Quellen: Willi Kanthal wurde am 27.10.1901 in Langenselbold im Osten von Hessen geboren. Sein Vater war Simon Kanthal, der als Kaufmann arbeitete und seine Mutter war Berta Kanthal. 1933 zog er nach Aschaffenburg und heiratete dort am 2. August Selma Kanthal, geb. Rothschild, aus Hörstein. Zeugen der Eheschließung waren der Vater der Braut, der Viehhändler Samuel Rothschild und der Vater des Bräutigams, der Kaufmann Simon Kanthal. Willi arbeitete wie sein Vater als Kaufmann und lebte mit Selma in Aschaffenburg. Am 1. Mai 1934 wurde ihre Tochter Berta Inge Kanthal in Frankfurt am Main geboren. Im April 1942 wurde die Familie über Würzburg nach Krasniczyn in Polen deportiert und im Raum Lublin ermordet. Inge wurde acht Jahre alt. Willis Vater Simon und wurde im September 1942 über Kassel in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Von dort wurde er weiter in das KZ Treblinka deportiert und dort ermordet. Sein Schwiegervater Samuel wurde im September über Würzburg in das Ghetto Theresienstadt deportiert und verstarb dort. Margot Fletcher, die in Woodford Green lebende Cousine seiner Ehefrau Selma, bestätigte 1996 gegenüber Yad Vashem, dass Willi Kanthal im Ghetto Izbica umgekam.