Selma Kanthal geb. Rothschild wurde am 25.02.1906 in Alzenau geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Hörstein, Aschaffenburg, Würzburg, Krasniczyn, Ghetto Izbica. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Ihre Eltern waren Rothschild Samuel (06.08.1875–24.05.1944) und Rothschild Lina geb. Forchheimer (18.10.1877–18.01.1944).
Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Kanthal Willi, die Ehe wurde am 02.08.1933 in Aschaffenburg geschlossen.
Ihr Kind war Kanthal Berta Inge (01.05.1934–1942).
Sie starb am 1942 in Ghetto Izbica.
Weitere Angaben aus den Quellen: Selma Kanthal wurde am 25. Februar 1906 in Hörstein mit Mädchennamen Rothschild geboren. Ihr Vater war Samuel Rothschild, der als Viehhändler arbeitete. Ihre Mutter hieß Lina Rothschild, geb. Forchheimer. Sie hatte 3 Geschwister, Gustav Rothschild, Meta Rothschild und Berta Rothschild. 1919, als Selma 13 Jahre alt war, zog die Familie nach Aschaffenburg. Dort heiratete sie am 2. August 1933 Willi Kanthal. Zeugen der Eheschließung waren Selmas Vater und der Vater des Bräutigams, der Kaufmann Simon Kanthal. Willi arbeitete als Kaufmann und lebte mit Selma, die als Manufakturwarengeschäftsinhaberin tätig war, in Aschaffenburg. Am 1. Mai 1934 brachte Selma in Frankfurt am Main ihre gemeinsame Tochter Berta Inge zur Welt. Im April 1942 wurde die Familie über Würzburg nach Krasniczyn in Polen in das Ghetto Izbica deportiert und im Raum Lublin ermordet. Selmas Tochter Berta Inge wurde acht Jahre alt. Selmas Schwiegervater Simon wurde im September 1942 über Kassel in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Von dort wurde er weiter in das KZ Treblinka deportiert und dort ermordet. Ihr Vater Samuel und ihre Mutter Lina wurden im September 1942 über Würzburg in das Ghetto Theresienstadt deportiert und verstarben dort. Margot Fletcher, in Woodford Green lebende Cousine, bestätigte 1996 gegenüber Yad Vashem, dass Selma Kanthal im Ghetto Izbica umgekommen ist.