Menachem, Manasses Fuld (1804 - 1861)

Menachem, Manasses Fuld wurde am 1804 in Schaafheim geboren und lebte in Schaafheim.

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Fuld Hendle (Henriette) geb. Lehmann, die Ehe wurde am 16.06.1829 geschlossen.

Er war in 2. Ehe verheiratet mit Fuld Klara geb. Schott.

Seine Kinder waren Fuld Abraham (03.08.1831), Fuld Isaak (05.02.1836), Fuld Ester (08.01.1849), Fuld Ephraim (Herz) (11.11.1829) und Fuld Seligmann (20.11.1833) sowie weitere 5 Kinder.

Er starb am 04.06.1861 in Schaafheim.

Die Grabstätte befindet sich im "Jüdischer Friedhof am Erbig, Aschaffenburg-Schweinheim".

Weitere Angaben aus den Quellen: Im Jahr 1804 wurde Manasses Fuld geboren. [1023] Am 16. Juni 1829 wurden Manasses Fuld und Hanle (Henriette) Lehmann (geb. 1809 in Schaafheim), die Tochter von Ephraim Seligmann Lehmann und Caroline, geb. Abraham, in Schaafheim von dem Religionslehrer von Reinheim Abraham Fischer kopuliert. Bei Bürgermeister Geißler bezeugten Abraham Kassel und Bähr Ostheimer. (Gem Arch Sfh XIII/1/2/6) [1023] Auf Grund der Beschwerde von Gemeindeeinnehmer Manasses Fuld aus Schaafheim gegen Vorsteher Feist Sohlinger wegen der Eintreibung der Gemeinderückstände wurden beide vom Kreisrat am 25. Februar 1833 über den Schaafheimer Bürgermeister Arnold für den 6. März 1833 nach Dieburg vorgeladen. (Gem Arch Sfh XIII/1/1/20)[1023] Zur Landtagswahl im IV. Bezirk, Die Bevölkerungsliste von Schaafheim, aufgestellt am 5. Dezember 1834, enthielt folgende jüdischen Mitbürger: - Liste 334 im Haus No. 215 1/2 (Friedrich Ebert Straße 5): Witwer Manasses Fuld + Söhne unter 14 Jahren Herz Fuld + Abraham Fuld + Seligmann Fuld + Magd. (Gem Arch Sfh II/2/2/9)[1023] Am 11. Februar 1835 wurden Manasses Fuld (geb. 1804) und Klara Schott geb. 1809), die Tochter von Schott aus Groß-Gerau, in Darmstadt vom Landesrabbiner Dr. Auerbach kopuliert. Bei Bürgermeister Arnold bezeugten Feist Sohlinger und Samuel Simon. (Gem Arch Sfh XIII/1/2/6)[1023] Das Landgericht (Groß-) Umstadt schrieb am 29. August 1837 an die Gemeinde Schaafheim wegen einer Anzeige gegen Manasses Fuld aus Schaafheim. Er solle ein ungestempeltes Maß geführt haben. Es wurde ein Bericht gefordert. (Gem Arch Sfh X/4/118/16)[1023] Bitte von Manasses Fuld aus Schaafheim wegen eines Gewerbe-Patents zum Hausieren. Er schrieb, dass Manasses Fuld seit mehreren Jahren eine Krämerei von Ellenwaren und Spezereien betriebe. (Gem Arch Sfh XIII/1/1/13)[1023] In Darmstadt erteilte am 3. Februar 1840 der Provinzial-Commissär die polizeiliche Erlaubnis, dass dem Manasses Fuld in Schaafheim ein Gewerbspatent zum Hausieren mit Ellenwaren erteilt würde. Es galt für die Provinz mit Ausnahme der großen Städte. (Gem Arch Sfh XIII/1/1/12)[1023] Am 3. Oktober 1856 erklärte Manasses Fuld aus Schaafheim auf der Gemeinde, dass er das Gewerbe Hausierhandel niederlege. Er behalte sein Gewerbe als Kleinviehmäkler. (Gewerbetagebuch Schaafheim) [1023] Am 9. August 1852 inserierte Manasses Fuld aus Schaafheim, dass er vor einem Borgen an seinen Sohn Seligmann Fuld warne. (Wobl f d Kr Dieb 9.8.1852)[1023] Der Sohn Seligmann Fuld aus Schaafheim inserierte am 23. Augsut 1852, dass er keine Absicht zu Schulden aufnehmen hätte. (Wobl Kr Dieb 23.8.1852)[1023] Am 25. August 1852 verkauften in Schaafheim Manasses Fuld und Klara Fuld, geb. Schott ihre Hofraithe Haus No. 89 (Friedrich Ebert Straße 5) für 1000 Gulden an Heinrich Sauerwein III und Elisa Katharina Sauerwein, geb. Sauerwein. Am 25. August 1852 kauften in Schaafheim Manasses Fuld und Klara Fuld, geb. Schott die Hofraithe Haus No. 89 (Wilhelm Leuschner Straße 21) für 500 Gulden von Ludwig Lück und Elisabethe Lück, geb. Däschner. [1023] Am 10. September 1854 zeigte Manasses Fuld auf der Gemeinde Schaafheim an, dass er am 1. Oktober 1854 das Gewerbe Rindviehhandel niederlege, und er zum gleichen Zeitpunkt neu das Gewerbe Viehmakler betreiben werde. (Tagebuch der Gemeinde Schaafheim über Ab- und Zugang der Gewerbe ab dem Jahr 1854)[1023] Laut Protokoll vom Wahl-Commissär Bürgermeister Arnold über die am 18. Juni 1855 vorgenommene Wahl eines Judenvorstandes in Schaafheim wurde auf Einladung der Vorsteher Manasses Fuld und Moses Simon und der Wahlmänner Nathan Lehmann und Joseph Rothschild am 18. Juni 1855 gewählt. (Gem Arch Sfh XIII/1/1/1)[1023] Am 1. September 1856 erklärte Manasses Fuld aus Schaafheim, dass er mit dem heutigen Tag neu das Gewerbe Hausierhandel beginne. (Gewerbetagebuch Schaafheim) [1023] Am 28. August 1860 zeigte Manasses Fuld auf der Gemeinde Schaafheim an, dass er zum 1. Januar 1861 sein Gewerbe als Spezereikrämer und Brandweinzapfer niederlege. Er begann am 28. August 1860 die neuen Gewerbe als Hausierer mit Baumwollwaren. Er betrieb noch das Gewerbe Händler mit kleinem Vieh. (Gewerbetagebuch Schaafheim[1023] Am 4. Juli 1861 verstarb in Schaafheim um 2 Uhr nachmittags im Haus No. 85 (Wilhelm Leuschner Straße 21) Manasses Fuld im Alter von 57 Jahren. Er war der Ehemann von Clara Schott. Den Todesfall zeigten Nathan Lehmann und Siegmund Kassel bei Bürgermeister Arnold an. (Gem Arch Sfh XIII/1/2/9)[1023] Manasses Fuld aus Schaafheim hinterließ eine Hofraithe No. 66t 1/2 sowie sechs Äcker in den Gewannen Müllerweg, an der Neubergshohl, Mittelgewann und am Neuberg. (Gem Arch Sfh X/2/80/9)[1023].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.