Karl Handburger wurde am 22.10.1898 in Würzburg geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Würzburg, Kleinlangheim, Windsheim, Fürth, Riga-Jungfernhof, Raum Riga. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Handburger Isidor (29.12.1871–02.12.1942, 03.12.1942) und Handburger Lina (Zerline) geb. Ehrlich (29.04.1872–um 1933).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Handburger Käthe geb. Wachenheimer.
Seine Kinder waren Handburger Jeanne, Handburger Simon und Handburger Peter (23.05.1937–1941/1942).
Er starb am 1941/1942 in Raum Riga.
Weitere Angaben aus den Quellen: Karl Handburger wurde 1898 geboren und wuchs als zweitältestes von sechs Kindern der Kaufmannsfamilie Isidor und Lina Handburger, geb. Ehrlich, in Würzburg und der unterfränkischen Gemeinde Kleinlangheim, Landkreis Kitzingen, auf. Er besuchte die Volksschule in Kleinlangheim und war dann kaufmännischer Lehrling und Angestellter in den mittelfränkischen Städten Bad Windsheim und Fürth. Ab 1916 nahm er als Artillerist am 1. Weltkrieg teil. Wahrscheinlich gegen Ende der 1920er Jahre gründete er in Würzburg die "Fränkische Spirituosen-Vertriebs-Gesellschaft Karl Handburger & Co." mit Julius Handburger als Prokuristen. 1934 heiratete er Käthe Wachenheimer, 1937 kam der Sohn Peter auf die Welt. Karl Handburger hatte aber möglicherweise noch eine ältere Tochter mit Namen Jeanne Simon, die vermutlich nach Straßburg emigriert war. Nach dem Novemberpogrom 1938 kam Karl bis Januar 1939 in "Schutzhaft". Es folgten die erzwungene Auflösung des Geschäfts, vergebliche Emigrationsbemühungen und der Verlust des Hauses in der Weingartenstraße 4. Karl Handburger musste Zwangsarbeit bei der Reichsbahn und der Stadtverwaltung (vielleicht beim Tiefbauamt) in Würzburg leisten. Die Familie musste in ein sogenanntes "Judenhaus" umziehen, in die Hindenburgstr. 34 und später in die Friedenstraße 26. Am 27. November 1941 wurde Karl Handburger mit seiner Ehefrau Käthe und dem kleinen Sohn Peter nach Riga-Junfernhof deportiert. Sie starben an Hunger und extremer Kälte oder wurden ein Opfer der Massenerschießungen im Wald von Bikernieki im März 1942.