Albert Kirschner wurde am 24.12.1886 in Modlin/Tschechoslowakei geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Modlin (Kdyně), Kötzting, Würzburg, Baden-Baden, Lager Gurs, Lager Drancy, KZ Auschwitz, Lager Rivesaltes, Lager Les Milles, KZ Dachau. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Kirschner Moritz (um 1860) und Kirschner Therese geb. Hahn (um 1860).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Kirschner Renate geb. Goldschmidt, die Ehe wurde am 1921 in Nürnberg geschlossen.
Seine Kinder waren Kirschner Manfred Max (10.05.1928), Kirschner Ingeborg Feodora (20.09.1922–?1942) und Kirschner Margot Vera (24.09.1923–?1942).
Er starb am ?1942 in KZ Auschwitz.
Weitere Angaben aus den Quellen: Beamter (Beamtentum). Er wuchs in der Kaufmannsfamilie Moritz und Therese Kirschner auf, wahrscheinlich in der westböhmischen Gemeinde Modlin/Tschechoslowakei und ab 1890 in der nahen Stadt Koetzting in der bayerischen Oberpfalz. Albert Kirschner gehörte zu den relativ wenigen Mitgliedern der Jüd. Gemeinde in Würzburg, die außerhalb der selbstständigen und freien Berufe tätig waren; der Staatsdienst, den er für seine Berufskarriere wählte, erschwerte auch noch nach 1900 den Eintritt von Juden. Kirschner arbeitete wohl ab 1921 in Würzburg; er hatte den Dienstrang eines Zollamtmanns (Amtmann), dann eines Zollfinanzrats. 1934 wird er im Adressbuch der Stadt als einer von fünf Zollfinanzräten beim Landesfinanzamt Würzburg, Abteilung III für Zölle und Verbrauchsteuern, aufgeführt. Albert Kirschner trat im Mai 1930 mit seinen Kindern aus der Isr. Kultusgemeinde aus. Im NS-Regime wurde er dennoch nach dem rassistischen Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums entlassen, als Kriegsteilnehmer des Ersten Weltkriegs wohl erst Ende 1935. Er musste seine langjährige Dienstwohnung beim Zollamt in der Veitshöchheimer Straße räumen und zog im Juli 1937 mit seiner Ehefrau Renate und den in Würzburg geborenen Kindern Ingeborg, Margot und Manfred nach Baden-Baden. Im Novemberpogrom 1938 wurde er dort in "Schutzhaft" genommen und kam für einige Wochen ins Dachau. Am 22.Oktober 1940 wurde er mit seiner Familie im Rahmen der Wagner-Bürckel-Aktion ins südfranzösische Gurs deportiert; im August 1942 schließlich nach verschiedenen Lageraufenthalten, vom Sammel-Drancy ins Vernichtungslager Auschwitz. Nur sein jüngstes Kind Manfred überlebte den Holocaust. [1016][1003][1005].