Ludwig (Louis) Mai wurde am 27.01.1881 in Würzburg geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Würzburg, Riga-Jungfernhof, KZ Auschwitz. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Mai Babette geb. Mainzer (04.08.1848–08.05.1917) und Mai Hermann (27.11.1851–29.10.1923).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Mai Milli (Minna) geb. Grünebaum, die Ehe wurde am 1921 in Wenkheim geschlossen.
Sein Kind war Mai (May) Herbert (29.08.1929–19.04.2024).
Er starb am 23.11.1944 in KZ Auschwitz.
Weitere Angaben aus den Quellen: Ludwig Mai wuchs als viertes von neun Kindern in der Metzgerfamilie Hermann und Babette Mai, geb. Mainzer, in Würzburg auf. Er lernte wie sein jüngerer Bruder Heinrich das Metzgerhandwerk, um den angesehenen elterlichen Betrieb fortzuführen. Von 1887 bis 1897 besuchte er die Volks- und Fortbildungsschule (Berufsschule) in Würzburg. Danach machte er seine Lehre im elterlichen Betrieb, in dem er später auch mitarbeitete. 1910 legte er seine Meisterprüfung ab. Von 1916 bis 1918 war er als Gefreiter Kriegsteilnehmer an der Westfront. Kurz nach dem Krieg übernahm er die Metzgerei seines Vaters Hermann Mai aufgrund seiner fachlichen Auszeichnungen. Im Jahr 1921 heiratete er link(Milli (Minna) Grünebaum#26758), mit der er 1929 in Würzburg den Sohn Herbert bekam. Im Novemberpogrom 1938 wurde er in "Schutzhaft" genommen und am 6. Dezember 1938 aus dem KZ Buchenwald entlassen. 1940/41 wurde er zu Zwangsarbeit an Baustellen der Reichsbahn verpflichtet. Im Juni 1940 wurde er von einem NS-Funktionär bei der Gestapo-Stelle Würzburg angezeigt, weil er angeblich von Bauern mit Lebensmitteln versorgt wurde, woraufhin eine Hausdurchsuchung erfolgte. Er musste im Oktober 1941 das sich seit 1880 im Familienbesitz befindende Wohn- und Geschäftshaus in der Sterngasse 12 verlassen und mit seiner Familie in eine kleine Wohnung in der Korngasse 3 ("Judenhaus") ziehen. [1016][1078][1057] Am 27. November 1941 wurde Ludwig Mai mit seiner Ehefrau und dem Sohn von Würzburg nach Riga-Jungfernhof deportiert. Am 02. November 1943 folgte der Transport ins Vernichtungslager Auschwitz. Dort wurde er, wie auch seine Frau, am 23. November 1944 ermordet. [1016] Das Bundesarchiv gibt allerdings den 23.11.1943 als Todesdatum an. [1003] [1016][1003][1005].