Aron Mandelbaum (1868 - 1943)

Aron Mandelbaum wurde am 14.04.1868 in Prichsenstadt geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Prichsenstadt, Platz, Würzburg, Ghetto Theresienstadt. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Mandelbaum Heinemann (um 1830–um 1900) und Mandelbaum Nanny (Nanette) geb. Kallmann (um 1840–um 1910).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Mandelbaum Hannchen geb. Oppenheimer, die Ehe wurde am 1893 in Würzburg geschlossen.

Seine Kinder waren Mandelbaum Recka (05.03.1895–Jan. 1986), Mandelbaum Hermann (17.06.1901) und Hallemann Klara, Klara (Clara) geb. Mandelbaum (24.01.1896–?1942).

Er starb am 18.01.1943 in Theresienstadt.

Weitere Angaben aus den Quellen: Lehrer, Schulleiter. Aron Mandelbaum wuchs in der Lehrerfamilie Heinemann und Nanny Mandelbaum in der unterfränkischen Kleinstadt Prichsenstadt, Landkreis Kitzingen, und in der Gemeinde Platz, Landkreis Bad Kissingen, auf. Wohl nach der damals üblichen Vorbereitung auf den Lehrberuf an einer Präparandenanstalt absolvierte er von 1884(?) bis zu seinem Examen 1886 die Ausbildung an der Isr. Lehrerbildungsanstalt ILBA in Würzburg. Er trat dann als Lehrer in die Isr. Unterrichts- und Erziehungsanstalt (später Isr. Volksschule) Würzburg ein, an der er bis zu seiner Pensionierung im Juni 1933 unterrichtete; daneben gab er Fachunterricht als geprüfter Stenographielehrer; Beförderung zum Haupt- und Oberlehrer, schließlich zum Schuldirektor. 1916 erhielt er das Bürgerrecht der Stadt Würzburg. Ehrenamt: Langjähriges Vorstandsmitglied (Schriftführer, Vorsitzender) des Isr. Lehrervereins für das Königreich Bayern (später Jüd. Lehrerverein für Bayern); Ernennung zum Ehrenmitglied. Im Vorstand des Isr. Wanderunterstützungsvereins Würzburg. Um 1890 bis Ende 1930 Schriftführer der Isr. Kranken- und Pfründnerhausstiftung Würzburg. Aron Mandelbaum kam im März 1940 mit seiner Ehefrau Hannchen in das Heim Konradstraße 3 der Isr. Kranken- und Pfründnerhausstiftung. Am 23.September 1942 wurde er mit ihr ins Theresienstadt deportiert. [1016][1003][1005].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.