Arnold Reinstein wurde am 16.03.1902 in Würzburg geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Würzburg, KZ Dachau. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Reinstein Lotte geb. Stiefel (27.03.1866–29.05.1943) und Reinstein Martin (20.04.1858–13.12.1921).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Reinstein Norma geb. Strauß.
Er starb am 17.10.1941 in KZ Dachau.
Weitere Angaben aus den Quellen: Prokurist. Arnold Reinsatein wuchs in der Weinhändlerfamilie Martin und Lotte Reinstein in Würzburg auf. Er besuchte die Volks- und Oberrealschule (Röntgen-Gymnasium Würzburg) in der Stadt. 1919 Angehöriger des konterrevolutionären Freikorps Würzburg. Ab 1921 Studium der Rechtswissenschaft und Volkswirtschaft in Würzburg; abgebrochen. Er trat um 1922, nach dem Tod des Vaters, in die Weinhandlung "Gebrüder Reinstein" ein. Anhänger Deutsche Demokratische Partei. Kurz vor 1933 Mitarbeiter der SPD-Zeitung "Fränkischer Volksfreund" Würzburg (Kunst- und Theaterkritik); gleichzeitig Mitglied der "Kulturellen Arbeitsgemeinschaft Würzburg". Reit- und Skisportler (Rhönclub), engagierter Amateurfotograf (1933 Ausstellung in der Kunsthandlung Laredo). NS-Regime: Mitglied im Jüd. Kulturbund Würzburg (Kulturbund Deutscher Juden). Im Novemberpogrom 1938 festgenommen; am 10.Dezember aus dem KZ Dachau entlassen (zur Liquidation der Firma, auf Gesuch der Schwester Elly Reis). 1939 Umschulung in Berlin(?) und Köln (Fotokurs) zur Vorbereitung der Emigration; Ausbildung zum Automechaniker in einer Werkstätte in Würzburg, ab 1941(?) Heimarbeiter für einen Fotografen; er war wegen einer Krankheit vom "Arbeitseinsatz der Juden" (Zwangsarbeit) befreit. Im Januar 1940, erhilt er nach einer Anzeige wegen "Spionageverdachts", von der Gestapo-Stelle Würzburg ein Fotografierverbot; Ende Mai 1941 wegen eines denunzierten Radausflugs mit einem nichtjüd. Freund und dabei gemachter Fotos mit diesem inhaftiert. "Schutzhaft"-Antrag; Ende August 1941 in das KZ Dachau eingeliefert. Er beging dort angeblich Selbstmord. Seine Verlobte Norma Strauß erreiche nach dem Krieg die Anerkennung als seine Ehefrau, da mehrere Freunde bezeugten, dass sie heiraten wollten. [1016].