Siegfried Schwab wurde am 20.09.1885 in Fürth geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Fürth, München, Nürnberg, Würzburg, Riga-Jungfernhof, Raum Riga. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Schwab Jakob (um 1855–?nach 1919) und Schwab Sofie geb. Feuchtwanger (um 1855).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Schwab Julie geb. Fleischmann, die Ehe wurde am 1921 in Würzburg geschlossen.
Seine Kinder waren Schwab Susanne (03.12.1922–1941/1942) und Schwab Gertrud (Trudi) (24.12.1925–1941/1942).
Er starb am 1941/1942 in Raum Riga.
Weitere Angaben aus den Quellen: Siegried Schwab wurde 1885 als Sohn des Kaufmanns Jakob Schwab und dessen Frau Sofie, geb. Feuchtwanger, in Fürth geboren. Nachdem er dort die Volksschule und das Gymnasium besucht hatte, studierte er an der Technischen Hochschule in München. Zwischen 1908 und 1911 machte er ein Praktikum in Fürth und Nürnberg. Im Jahr 1911 legte er seine Staatsprüfung ab und war in der Folgezeit als Architekt, Regierungsbaumeister und Dipl.-Ingenieur tätig. Danach trat er in den Reichsbahndienst der Direktionen München und Nürnberg ein. Am Ersten Weltkrieg nahm er als Unteroffizier teil, wurde zweimal verwundet und erhielt neben anderen Auszeichnungen das Eiserne Kreuz II. Klasse. Nach dem Krieg war er kurze Zeit Mitglied der Deutschen Demokratischen Partei. Er unterrichtete zwischen 1919 und 1921 als Hilfslehrer an der Kreisbauschule Würzburg. 1921 heiratete er die aus Würzburg stammende Stenotypistin Julie Fleischmann, mit der er die beiden Töchter Susanne und Gertrud bekam. Danach arbeitete er von 1921 bis 1924 wieder als Regierungsbaumeister bei der Reichsbahn in Würzburg und Nürnberg. 1932 schied er als Angestellter ohne Pensionsberechtigung aus. Außerdem arbeitete er als freiberuflicher Architekt. Allerdings erhielt er nur kleinere Aufträge jüdischer Bauherren, wie die Renovierung der Synagoge Würzburg 1926 und den Umbau der Gemeindeeinrichtungen Konradstraße 3 und Bibrastraße 6 zwischen 1933 und 1936. Im Mai 1937 bekam er durch die Nationalsozialisten Berufsverbot erteilt. Zusammen mit seiner Ehefrau war er Mitglied im Kulturbund Deutscher Juden. Ab August 1939 musste er Zwangsarbeit bei Baufirmen in Würzburg leisten. Die Familie musste um 1940 ihre langjährige Wohnung in der Neubergstraße 44 [1016][1078] aufgeben und in ein sogenanntes "Judenhaus" ziehen. [1057] Am 27. November 1941 wurde Siegfried Schwab mit seiner Familie nach Riga-Jungfernhof deportiert. Dort verlieren sich seine Lebensspuren. Er wurde für tot erklärt. [1016][1003].