Wilhelm, William Silberschmidt, Dr. (1862 - 1939)

Wilhelm, William Silberschmidt, Dr. wurde am 18.07.1862 in Würzburg geboren und lebte in Aschaffenburg, Würzburg, München, Hof, Nürnberg, Zweibrücken.

Seine Eltern waren Silberschmidt Doris geb. Epstein (01.08.1844–03.08.1915) und Silberschmidt Hirsch (25.08.1831–30.12.1884).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Silberschmidt Ida geb. Silberschmidt, die Ehe wurde am 07.09.1891 in Heidingsfeld geschlossen.

Seine Kinder waren Silberschmidt Benno Daniel (03.06.1899–14.04.1988), Silberschmidt Friedrich Maximilian (04.06.1897–19.08.1897), Silberschmidt Rosa (18.12.1892), Silberschmidt Hans (28.03.1895–unbekannt) und Silberschmidt Karl Martin (31.08.1903–02.04.1974).

Er starb am 06.03.1939 in München.

Weitere Angaben aus den Quellen: Prof. Dr. Wilhelm (William, Willy) Silberschmidt wuchs mit seiner jüngeren Schwester Paula Ikenberg in der Arztfamilie Hirsch und Doris Silberschmidt in Würzburg auf. [1016] Nach dem Besuch des Gymnasiums (Wirsberg-Gymnasium) studierte er an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, an der er 1883 auch promovierte. 1886 legte er die juristische Staatsprüfung ab. Es folgten berufliche Stationen als III.Staatsanwalt in Aschaffenburg (1887), Amtsrichter in Hof (1889), Amtsrichter (1891) und II.Staatsanwalt (1894) in Nürnberg, dann als Landgerichtsrat in Aschaffenburg (1897), Staatsanwalt (1904) und Oberlandesgerichtsrat (1907) in Zweibrücken. Ab 1916 war er schließlich als Oberlandesgerichtsrat in München tätig und wurde 1919 zum Rat am Bayerischen Obersten Landgericht befördert. Ehrentitel 1916 Habilitation an der Universität München und Privatdozent; 1918 Honorarprofessor; zahlreiche wissenschafliche Veröffentlichungen. 1929 Ruhestand und Ernennung zum Geheimen Justizrat. NS-Zeit: Prof. Silberschmidt erhielt im Mai 1933 Vorlesungsverbot; Juli 1933 Entzug der Lehrbefugnis. Er starb im März 1939 in München und wurde dort im Neuen Israelitischen Friedhof begraben. [1024] Seine Frau Ida und die beiden älteren Kinder link(Dr. Rosa#) und Dr. Hans Silberschmidt wurden im Holocaust ermordet; seine beiden jüngeren Kinder Dr. Benno und Dr. Karl Silberschmidt konnten nach Sao Paulo emigrieren. [1024] Quellen: -Reinhard Weber, Rechtsnacht - Jüdische Jusizbedienstete in Bayern nach 1933, 178-179. -Elisabeth Böhrer, Auskunft 30.11.2016.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.