Gustav Gedalja Tachauer (1842 - 1923)

Gustav Gedalja Tachauer wurde am 07.02.1842 in Eisenstadt geboren und lebte in Eisenstadt, Würzburg, Kobersdorf, Mainz, Segnitz.

Seine Eltern waren Tachauer Ignaz (um 1810–15.09.1887) und Tachauer Katharine geb. Alt (um 1820).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Tachauer Jettchen geb. Goldschmidt, die Ehe wurde am 1873 in Würzburg geschlossen.

Er war in 2. Ehe verheiratet mit Tachauer Julie geb. Guggenheimer, die Ehe wurde am 1911 in Frankfurt/Main geschlossen.

Seine Kinder waren Loew Hannchen geb. Tachauer (06.06.1881–?13.07.1938), Bamberger Sara geb. Tachauer (08.03.1874–1943), Tachauer Abraham (09.10.1875–29.07.1933), Tachauer Josef (12.12.1876–19.02.1961) und Tachauer David (13.02.1885–1976) sowie weitere 2 Kinder.

Er starb am 09.10.1923, 10.10.1923 in Würzburg.

Weitere Angaben aus den Quellen: Dr. Gustav (Gedalja) Tachauer stammte aus der Rabbinerfamilie Ignaz (Jizchok Mosche) und Katharina Tachauer in Eisenstadt im österreichischen Bundesland Burgenland. Nach Gymnasialjahren in Eisenstadt und Ödenburg (Sopron) und Religionsstudien an Talmudschulen unter anderen in Kobersdorf studierte er an den Universitäten Würzburg und Erlangen; 1871 Promotion Erlangen. Er schloss gleichzeitig seine rabbinische Ausbildung ab. Dr. Tachauer arbeitete als Hauslehrer und Mitarbeiter der orthodoxen Zeitung "Der Israelit" in Mainz; dann als Lehrer am (jüd.) Handelsinstitut in Segnitz, Kreis Kitzingen. 1872 wurde er als Lehrer für Pädagogik, Mathematik und Homiletik an die Isr. Lehrerbildungsanstalt Würzburg berufen; Ende 1905 als Seminaroberlehrer ausgeschieden. Er erteilte daneben Religionsunterricht an den Höheren Schulen in Würzburg. Berater der Rabbiners Seligmann Bär Bamberger und besonders Nathan Bamberger in schwierigen rabbinischen Fragen. Ehrenamt: Gründer und langjähriger Vorsitzender des Vereins für jüd. Geschichte und Literatur Würzburg. Vorsitzender des orthodoxen Lern- und Wohltätigkeitsvereins Ez Chajim ("Baum des Lebens"). [1016] Der ab 1908 verwitwete Dr. Gustav Tachauer verstarb 1923 mit 81 Jahren in Würzburg. Er wurde wie seine Frau Jettchen im Jüd. Friedhof Höchberg beigesetzt.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.