Paula Löwenthal geb. Lederer (1897 - 1942)

Paula Löwenthal geb. Lederer wurde am 17.09.1897 in Gladenbach geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Gladenbach, Hösbach, Krasniczyn, Raum Lublin. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Ihre Eltern waren Lederer Franziska geb. Katz (13.09.1872–1942) und Lederer Simon (05.08.1938).

Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Löwenthal Heinrich, die Ehe wurde am 09.12.1929 in Gladenbach geschlossen.

Ihre Kinder waren Löwenthal Harry Bernhard Henri (16.05.1938–1942) und Löwenthal Steffi (22.03.1931–1942).

Sie starb am 1942 in Raum Lublin.

Weitere Angaben aus den Quellen: Paula Löwenthal, geb. Lederer ist in Gladenbach geboren und heiratete Heinrich Löwenthal in Hösbach. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor, Steffi und Harry. Wahrscheinlich im September 1939 mußte Paula mit Familie aus ihrer Mietwohnung in der Hauptstraße 47 in Hösbach in das Elternhaus ihres Mannes in der Schöllkrippener Straße 9 umziehen. Der Vermieter sei aufgefordert worden, ihnen zu kündigen. Diese Angaben machte die Zeitzeugin Elfriede Bieber, geb. Schüßler, die Tochter des damaligen Vermieters Wilhelm Schüßler 2005 gegenüberliegenden dem Verfasser dieser Zeilen. Auf der Meldekarte ihrer Mutter Franziska Lederer ist jedenfalls verzeichnet, dass diese am 25.9.1939 aus Marköbel direkt in die Schöllkrippenerstraße 9 in Hösbach umzog [1103-391]. Ganz sicher wohnten sie im Oktober 1940 dort, weil Paula dies in einem Brief an ihren Bruder Bertold vom 11.10.1940 beklagt [1090-5790]. Paula geriet zusammen mit ihrer Mutter Franziska Lederer ins Visier der Gestapo, weil sie am 11.10.1940 Briefe an ihre Brüder Julius und Bertold geschickt hatte. Die Gestapo hatte das Briefkouvert geöffnet. Es war zwar an Julius in Detroit, USA, adressiert. Dieser sollte aber Paulas inliegenden Brief an Bertold in Kanada weiterleiten. Kanada war jedoch als Mitglied des British Empire zusammen mit England feindliches Ausland und Korrespondenz mit diesen Ländern war verboten. Die Art bzw. Höhe der von der Gestapo verhängten Strafe ist nicht bekannt [1090]. Sie wurde zusammen mit ihrem Mann Heinrich, ihrer 11-jährigen Tochter Steffi, ihrem knapp vierjährigen Sohn Harry und mit ihrer 69-jährigen Mutter am 25.4.1942 nach Kraśniczyn deportiert [1064, 1090, 1156] und im Raum Lublin/Ostpolen ermordet. Gedächtnisseiten im Yad Vashem (Page of Testimony) wurden von ihrer Schwägerin Mirjam Wolf, Tel. Aviv, 1955 und vom Sohn eines Cousins, Rolf Lederer, Willowdale, Canada, 1981 erstellt.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.