Leopold Löwenthal (1863)

Leopold Löwenthal wurde am 19.06.1863 in Hösbach geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Hösbach, Ghetto Theresienstadt, Vernichtungslager Treblinka, Frankfurt am Main. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Löwenthal Nani (Nanli), Nanette (Nani, Nanli) geb. Hirschberger (14.02.1821–09.08.1885) und Löwenthal Herz (14.03.1818–29.10.1894).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Löwenthal Bertha geb. Neumann.

Seine Kinder waren Löwenthal Willy (05.11.1891–17.11.1891), Katz Nenni (Nanny) geb. Löwenthal (06.05.1890), Weichsel Recha geb. Löwenthal (13.10.1892), Metzger Else (Elsa) geb. Löwenthal (25.11.1894) und Braunschweiger Cäcilie geb. Löwenthal (28.10.1897).

Er verstarb in Treblinka.

Die Grabstätte befindet sich im "Jüdischer Friedhof am Erbig, Aschaffenburg-Schweinheim".

Weitere Angaben aus den Quellen: Leopold Löwenthal wurde in Hösbach geboren und wuchs dort auf. Er heirate Bertha Neumann aus Schöllkrippen. Aus der Ehe gingen vier Töchter hervor: Nanni, Recha, Else und Cäcilie. Der Sohn Willy starb als Säugling. Die drei ältesten Töchter heirateten in auswärtige Orte, während Cäcilia mit ihrem aus Burghaun stammenden Mann Josef Braunschweiger und den beiden Enkelinnen Inge und Nora im Nachbarhaus wohnte. Er betrieb einen Viehhandel und war im Ort angesehen. 1911 war er in Hösbach zum Gemeinderat gewählt worden [1156]. 1919 war er Trauzeuge von Wilhelm Neumann und Amalia Solinger. [1073] Seine Frau Bertha starb als im Ort beliebte Frau im November 1936. Leopold zog mit der Familie seines Schwiegersohnes Josef Braunschweiger im August 1938 nach Frankfurt. Dieser hatte sich wegen eines einschneidenden Erlebnisses zu diesem Ortswechsel entschlossen. Nach einem Bericht von Leopolds Enkelin Nora Danzig litten sie dort große Not. 1939 verließen seine beiden Enkelinnen Inge und Nora mit einem Kindertransport Frankfurt in Richtung London. Am 11. November 1941 wurden seine vier Töchter, von denen mittlerweile drei in Frankfurt im gleichen Haus wohnten, z.T mit weiteren Familienangehörigen nach Minsk deportiert. Danach zog er in die Schumannstraße 12. Zuletzt wohnte er im jüdischen Altersheim im Hermesweg 5-7. [frankfurt.de/../stolpersteine/loewenthal]. Er wurde ein Dreivierteljahr nach der Deportation seiner Angehörigen im August 1942 als 79-jähriger Mann nach Theresienstadt und von da aus ins Vernichtungslager Treblinka deportiert und ermordet. Leopolds hebräischer Name war Jehuda Abraham. Dies geht aus der Inschrift auf Ehefrau Berthas Grabstein hervor [1008].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.