Nathan Lefkovits wurde am 30.01.1890 in Kisvárda geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Kisvárda, Weißenburg, Schweinfurt, Wien, Würzburg, Krasniczyn, Raum Lublin. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Lefkovits Bertha geb. Schönfeld, die Ehe wurde am 17.08.1913 in Kisvárda geschlossen.
Seine Kinder waren Lefkovits Melitta (06.07.1924–1942) und Lefkovits Lisbeth (15.06.1922–1942).
Er starb am 1942 in Raum Lublin.
Weitere Angaben aus den Quellen: Nathan, genannt Ferdinand, Lefkovits war der Sohn des Bäckermeisters (Alexander) Hermann Lefkovits und der Regina, geb. Roth, und wurde am 30. Januar 1890 im ungarischen Kisvárda geboren. In Dokumenten aus den 1920er Jahren wird er als nichtehelicher Sohn einer Katharina Lefkovits bezeichnet. In drei Jahren erlernte er das Schlosserhandwerk und war bis zum 6.6.1907 in seiner Geburtsstadt wohnhaft. Über verschiedene Tätigkeitsorte als Werkzeugschlosser in Ungarn und Italien wanderte er im Jahre 1910 nach Deutschland ein und ließ sich zuerst in Weißenburg in Bayern nieder, wo er bis 1912 wohnte. Am 19. Juni kam er nach Schweinfurt und lebte hier mit Unterbrechung der Kriegszeit. Eingerückt im August 1914 nach Miskolez/Ungarn, war er seit Oktober 1915 bei Wien, wo er als Vorarbeiter in der k. k. Pulverfabrik tätig war. Nathan Lefkovits wurde im Dezember 1918 entlassen und lebte ab Januar 1920 in Schweinfurt. Neun Monate später folgten ihm Frau und Kinder von Kisvárda dorthin nach. In den Jahren 1925 bis 1929 fanden umfangreiche Bemühungen statt, eine Staatsangehörigkeit für Ungarn, die Tschechoslowakei oder Deutschland zu erlangen. Dies wurde abgelehnt und die Familie war nun staatenlos. Im Herbst 1930 zog die Familie in ein eigenes Haus in Schweinfurt. In der Pogromnacht 1938 wurde die Wohnungseinrichtung zerstört, sogar das elektrische Licht war defekt. Danach trat er vor das Haus und zerriss vor den Nachbarn seine Urkunde des Eisernen Kreuzes (EK) erster Klasse aus dem Ersten Weltkrieg. Zusammen mit seiner Frau und den beiden Töchtern Lisbeth und Melitta musste die Familie Lefkovits am 22. April 1942 von Schweinfurt nach Würzburg. Von hier aus wurden sie am 25. April 1942 nach Krasniczyn deportiert und im Raum Lublin ermordet. Davor händigte ihm ein Gerichtsvollzieher des Amtsgerichts Würzburg eine Erklärung über den Verfall seines Vermögens zu Gunsten des Deutschen Reiches aus. Im Juli 1942 wurde das Deutsche Reich Besitzer des Hauses. Die Kinder Ludwig und Tibor wurden 1916 und 1918 in Kisvárda geboren. Erstgenannter lebte im Jahre 1965 in Berlin. Zumindest ein Sohn besuchte nach dem Krieg Schweinfurt und fragte dabei, wer das Geld für das Haus bekommen hat.